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Bad Vilbel

20 Jahre "Kirche anders"

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Glaubensfragen besprechen, aber auf unterhaltsame Art und damit nicht nur die klassischen Kirchgänger erreichen - dafür steht "Kirche anders" der evangelischen Christuskirchengemeinde. Und das bereits seit 20 Jahren.

Oh Gott, oh Gott – gibt’s dich überhaupt?“ „Am dritten Tag aus dem Grab geklaut – auf der Suche nach der Wahrheit der Auferstehung Jesu.“ „Jesus ist tot – was soll’s!?“ Die Gottesdienst-Titel von „Kirche anders“ der evangelischen Christuskirchengemeinde am Grünen Weg haben eines gemeinsam, auch wenn sie sich unterschiedlichen Themen widmen: Sie „provozieren“, sagt Pfarrer Klaus Neumeier. Das sollten sie auch, aber sie dürften nicht polarisieren.

Wenn es am Sonntag, 17. Januar, zum ersten Mal in diesem Jahr „Kirche anders“ heißt, dann ist dieser spezielle Gottesdienst zum 125. Mal. Vor 20 Jahren, am 25. Februar 1996, gab es ihn zum ersten Mal. Zwar Glaubensfragen besprechen, aber auf unterhaltsame Art und damit nicht nur die klassischen Kirchgänger erreichen, sondern bestenfalls auch das Interesse derer wecken, die bisher nicht so eng mit dem Christentum verbandelt gewesen waren. Ein hohes Ziel, das die Macher erreichen wollten.

Einer von ihnen ist Tobias Utter, Mitglied im Kirchenvorstand. Er hatte die Idee dazu. Angeregt wurde er durch einen Bericht über die Willow Creek Community Church in Chicago, „die sich in kürzester Zeit von einer Jugendgruppe zu einer der größten Gemeinden der USA entwickelt hatte“, schreibt Utter in seinem Beitrag für die Gemeindezeitung „Zack“. Diese US-amerikanische Gemeinde habe sich sehr viele Gedanken über die Zielgruppe gemacht, die sie erreichen wollte. Das machten Utter und seine Glaubensfreunde dann auch.

„Wir waren uns nicht sicher, ob es eine Fortsetzung geben würde“, sagt Utter. Doch auf den ersten folgte der zweite und schließlich der dritte Gottesdienst. Zwischen 150 und 200 Menschen seien jedes Mal gekommen. Von Beginn an gut besucht

Heute sind es laut Pfarrer Ingo Schütz regelmäßig zwischen 100 und 120 Besucher, die in den Gemeindesaal kommen. Dort gibt es eine Bühne, auf der nicht nur die Pfarrer die Predigt anschaulich machten, sagt Neumeier. Die Besucher sitzen an Bistrotischen, hin und wieder gibt es ein Theaterstück zu sehen.

Nur manchmal werden den provokativ-kreativen Köpfen von Kirche anders auch Grenzen gesetzt. Ein Titel ihres Gottesdienstes wurde auf dem Stuttgarter Kirchentag 1999 Utter zufolge geändert. Aus „Sex – Freude schöner Götterfunken“ wurde „Sex – Gottes gute Gabe“.

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