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Seit Oktober 2014 ist die Stadt Träger des Waldkindergartens „Matsche Pampe“.
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Seit Oktober 2014 ist die Stadt Träger des Waldkindergartens „Matsche Pampe“.

Karben

Investitionen für die Jüngsten

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Die Kärber Kitas haben eine neue Chefin / Zwei Neubauten in diesem Jahr.

Ich nenne es vorbildlich“, sagt Daniela Wüstenbecker über das Engagement der Stadt für die jüngsten unter den Einwohnern. Seit vergangenem Oktober ist die 48-Jährige die Leiterin des neu geschaffenen Fachbereichs Kinderbetreuung. Bis dato gab es eine Abteilung, die sich um die Themen Soziales, Senioren, Jugend, Kultur, Sport und eben die Kinderbetreuung kümmerte.

Da aber die Zahl der Betreuungsplätze in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat – bis Ende dieses Jahres soll es allein rund 200 Plätze für Kleinkinder geben (2009: 33) – und die Betreuung und Unterbringung der Flüchtlinge zu einem immer größeren Thema wurde, machte die Stadt aus einem Fachbereich, zwei Fachbereiche.

Zusammen mit drei Mitarbeitern kümmert sich Wüstenbecker, die zuvor das Projekt „Familienstadt mit Zukunft“ in Büdingen leitete, nun um Kitas, Tagesmütter und die Babybetreuung. „Die Betreuung ist für familienfreundliche Strukturen das A und O“, sagt die Diplom-Pädagogin mit einem Master in Business.

Gerade für eine Stadt, deren Einwohnerzahl wachse, sei dieser Grundsatz wichtig. Gut 300 Zuzüge verzeichne die Kommune im Jahr, darunter viele Familien. „Oftmals ist der Ansatz, Kosten zu minimieren.“ In Karben stelle sich die Situation anders dar. So arbeiteten in allen Kitas mehr Erzieher, als gesetzlich vorgeschrieben.

2015 wird die Stadt acht weitere Stellen in diesem Bereich schaffen. Damit, so hatte es Bürgermeister Guido Rahn (CDU) bei der Einbringung des Haushalts 2015 ausgeführt, stünden 88 Vollzeitstellen im Kita-Bereich nur rund 59 Vollzeitstellen „im kompletten sonstigen Personalbestand der Stadt gegenüber“.

In diesem Jahr steuert die Stadt rund fünf Millionen Euro aus Steuermitteln zu den Betriebskosten für die Kinderbetreuung bei. Die hohen Personal- und Betriebskosten brächten die Kommunen „landauf landab in arge Bedrängnis“.

Auch baulich trägt die Stadt dem gestiegenen Betreuungsbedarf Rechnung. Der Eigenbetrieb Kommunales Immobilienmanagement (KIM) wird die Kita Am Breul bauen. Ende Februar sollen die Rohbauarbeiten in der Nähe des Hallenfreizeitbades beginnen. Voraussichtlich Anfang Dezember werde die Einrichtung öffnen, so Wüstenbecker. Sie bietet Platz für 102 Kinder – vier U3- und zwei Ü3-Gruppen.

Wie der technische Leiter des KIM, Harald Kirch, ausführt, ist das zweigeschossige Gebäude barrierefrei zu erreichen. Insgesamt würden rund 1040 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen. Im Freien gebe es einen großzügigen Spielbereich. Die Baukosten betragen laut KIM-Wirtschaftsplan ungefähr 2,34 Millionen Euro.

Platz in der Dieselstraße

Zusätzlichen Raum für die Kinderbetreuung könnte für die Stadt auch in der Dieselstraße 1 entstehen. Dort hat noch das Montessori-Kinderhaus sein Domizil. Für Juli ist der Umzug ins neue Zuhause einige hundert Meter entfernt geplant. Während das bisherige Gebäude nur für zehn Kleinkinder taugt, wird es im Neubau 20 U3-Plätze geben. Es gebe Überlegungen vonseiten der Stadt die alten Montessori-Räume zu nutzen, sagt Wüstenbecker.

Mehr will sie noch nicht verraten. Wüstenbecker und ihr Team sind bei der Stadt auch für das Thema Schülerbetreuung zuständig. Neben den Hortangeboten der Stadt in den Einrichtungen „Am Zauberberg“, „Glückskinder“ und „Kinderhaus“ gibt es derzeit Schülerbetreuungsangebote an der Pestalozzischule und vom Arbeiter-Samariter-Bund an der Selzerbachschule.

Zwei weitere Grundschulen sollen in diesem Jahr Ganztagsschulen werden. Hier führe man intensive Gespräche mit dem Kreis und den Schulleitern, um Raumkapazitäten zu schaffen, teilte kürzlich Bürgermeister Rahn mit.

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