Büdingen

Initiative für Denkmal

  • Andreas Groth
    vonAndreas Groth
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Die Grünen fordern für die Stadt Büdingen einen Ort, der an die Hexenverfolgung in der Grafschaft im 16. und 17. Jahrhundert erinnert.

Büdingen. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Vorsitzende des Büdinger Geschichtsvereins, Joachim Cott, für ein Denkmal ausgesprochen, das an die Opfer der Büdinger Hexenprozesse erinnert. Nun tragen die Grünen im Stadtparlament, deren Fraktionsvorsitzender Cott ist, das Ansinnen in die politischen Gremien. In der morgigen Stadtverordnetenversammlung wollen sie einen entsprechenden Antrag stellen. Zwischen 1530 und 1700 seien in der Grafschaft Ysenburg, zu der Büdingen zählte, mehr als 500 Menschen verfolgt, gefoltert und großteils ermordet worden, heißt es in der Begründung.

Das solle ein „ständiges Element der Erinnerungskultur dieser Stadt“ werden, sagt Cott. Bevor die Stadtverordneten über den Antrag abstimmen, soll er nach dem Willen der Grünen zunächst in den Kultur- und Sozialausschuss zur weiteren Beratung überwiesen werden. Als einen möglichen Standort schlägt Cott die Westseite der Stadtmauer zwischen dem Jerusalemer Tor und dem Bollwerk vor. Dort wäre es gut sichtbar, so der Politiker.

Passend zum Thema zeigt das Heuson-Museum in der Altstadt seit Ende Juni die Sonderausstellung „Hexenwahn und Teufelsglaube“. Sie läuft bis zum nächsten Sonntag, 19. November. agr

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