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Hubboden für Wassergymnastik

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Von: Detlef Sundermann

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Stadt spricht mit Vereinen und Schulen über die Wünsche zum Kombibad.

Um das geplante Kombibad auf den Äckern zwischen der Bundesstraße 3 und den Schulzentrum war es zeitweilig still geworden jedoch nicht hinter den Kulissen. Wie Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) berichtet, trafen sich Verantwortliche der Stadt mit 20 Abgesandten von Vereinen und Schulen, um über das Bad zu beraten. Wir möchten möglichst viele der späteren Nutzer des Bades in die Planung mit einbinden, erklärt er. Die SPD will in einer Sprechstunde nun die Vorstellungen der Bürger zu der Freizeiteinrichtung erkunden.

Gebaut wird das Kombibad von der Stadtwerke Immobilentochter. Für die Wellnessabteilung mit Sauna sowie voraussichtlich Sole und Therme wird ein Privatinvestor eingespannt.

In den Gesprächen haben sich einige Eckpunkte für die Planung ergeben. Danach soll laut Stöhr im Familienbereich des Hallenbads neben Bassins für Nichtschwimmer und Kleinkinder ein Sportbecken mit 25 Metern Länge und acht Bahnen entstehen.

Vereine mit Aquafitnessangebot wünschen sich zudem einen Hubboden im Nichtschwimmerbecken. Stöhr zufolge ist dies damit begründet worden, dass für die Übungen das Sportgewässer zu tief und der Nichtwimmerbereich zu flach ist. Der Wunsch soll von den Stadtwerken geprüft und gegebenefalls in die Ausschreibung übernommen werden.

Das Sportbecken auf dem Außengelände soll ebenfalls acht Bahnen breit und 25 Meter lang werden. Damit wäre auch dieses Gewässer nach den Regeln des Deutschen Schwimmverbandes nur für Kurzbahnmeisterschaften und Landesentscheide tauglich. Möglicherweise werden die regulären Besucher das verschmerzen, denn auf sie wartet geheiztes Wasser. Ein Luxus im Vergleich zum 80 Jahre alten Freibad am Sportfeld. Überdies ist ein Sprungbecken mit Ein-Meter-Bretten und Drei-Meter-Turm geplant. Wegen seiner Wassertiefe soll es zudem von Tauchern genutzt werden können, und zwar über die Freibadsaison hinaus.

Möglicher Parallelbetrieb

Bislang endete mit Eröffnung des Freibads der Betrieb in der Schwimmhalle am Kurhaus und umgekehrt. Mit dem Kombibad steht eine künftige Parallelöffnung zur Prüfung zumindest bei den Sportbecken. Rathauschef Stöhr argumentiert mit einer weitgehend ganzjährigen Betriebssicherheit für Schulen und Vereine. Inwiefern hier Wunsch und Wirklichkeit zusammenkommen, wird nicht zuletzt von den Kosten abhängen. An den Eintrittspreisen soll nach Stöhrs Angaben nicht gedreht werden. Er verspricht sozial verträgliche Eintrittspreise. Das Ticket für Wellness will die Stadt hingegen nicht subventionieren. Gleichwohl soll der Preis marktübliche Höhen nicht überscheiten.

Ob die Aussagen einer Modellrechnung standhalten, ist noch offen. Erster Werksleiter der Stadtwerke Immobilien und Stadtrat Klaus Minkel (CDU), erläutert, dass eine Wirtschaftlichkeitsanalyse bald vorliegt. Sie sei Teil des laufenden Verfahrens. Zum Investitionsvolumen machte Minkel keine Angaben. Mit ein wenig Glück kann der Spatenstich 2014 stattfinden, gibt sich Stöhr optimistisch. Die Ausschreibung soll demnächst anlaufen.

Die Anregungen der Bürger wird sich die SPD am Samstag, 15. Juni, von 11 bis 13 Uhr, im AWO-Café, Wiesengasse 2, anhören. Udo Landgrebe, SPD-Vorsitzender und Magistratsmitglied, wird anwesend sein

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