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Mit Oberkommissar Stroh schon mal auf Patrouille: Polizeiproband Teddy.
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Mit Oberkommissar Stroh schon mal auf Patrouille: Polizeiproband Teddy.

Bad Vilbel Polizei Teddy

Hilfspolizist aus Plüsch

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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Das herrenlose Bärchen, das am Mittwoch noch drohte, als schnöde Fundsache zu enden, könnte noch eine Zukunft haben. Die Bad Vilbeler Polizei prüft, ob sie Plüsch-Teddy Erich als Hilfspolizisten rekrutieren kann.

"Der Teddy ist eine Sympathie-Figur“, sagt Polizeisprecher Erich Müller über das etwa ein Meter große Plüschtier, das eine Gronauerin vergangene Woche allein auf einer Parkbank fand. Und deswegen hat Müller auch schon ein Jobangebot für das Ein-Meter-Wesen: Der Teddybär könne die Beamten sicher gut bei der Verkehrserziehung unterstützen, meint Müller. Beim Fußgängertraining zum Beispiel. Vor allem, weil der Teddy ja inzwischen schon recht bekannt ist. Das zieht.

Aus Angst hatte die Gronauerin Donnerstagnacht Polizei gerufen, die sich seither um den Bären kümmert. Ausweisen konnte sich der Teddy nicht. Bei der Polizei ist er nun der Erich. Und eine Polizeimütze hat er auch schon. Schließlich will man ihn für den Polizeidienst gewinnen. Sympathie hat er auch bei anderen geweckt. Rund 20 Leute hätten sich in den vergangenen Tagen nach seinem Wohlergehen erkundigt, sagt Müller. Mehrere Sammler hätten angeboten, das Kuscheltier zu adoptieren. Und Reporter und Fotografen waren auch schon da.

Allein nachts auf der Parkbank

„Teddy sucht ein neues Zuhause“ hieß es auf einem Zettel, den der Teddy hielt. Aber so einfach wird das nicht. Schließlich gibt es auch für herrenlose Bärchen Gesetze. Und die sagen: Sechs Monate warten, dann entscheidet das Amt. Für herrenlose Stofftiere ist dies das Fundbüro. „Am einfachsten wäre es für uns, wenn sich die wirklichen Besitzer melden würden“, sagt Müller. Tun die das nicht, könnte Erich bei der Polizei arbeiten oder in einer Teddy-Sammlung mit 135 anderen Plüschfiguren landen, oder oder. Das mit dem Job sollte Erich sich ernsthaft überlegen. Schließlich schuldet er der Polizei was.

Ob Erich das Angebot annehmen darf, entscheidet aber nicht er, sondern das Amt. Ermessenssache. Und er selbst hat sich bisher nicht zu Wort gemeldet. Aber wer weiß schon, was er erlebt hat? So allein nachts auf der Parkbank.

Zumindest jetzt ist er aber in guter Gesellschaft. In der Dienststelle Friedberg sitzt er neben einem Polizeibären, der bei der Verkehrserziehung hilft. Da kann er sich schon mal erkundigen, was man als Polizeibär so alles macht.

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