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Dieser Hund hat Spaß.
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Dieser Hund hat Spaß.

Tierfreunde in Vilbel

Ein Herz für Hunde

Der neu gegründete Verein „Hunde in Not Rhein-Main“ in Bad Vilbel kümmert sich auch um Tiere aus dem Ausland.

Von Jana Tempelmeyer

Sam hat eine richtige Odyssee hinter sich. Der Labradorrüde wurde im spanischen Marbella von seinen ehemaligen Besitzern in einem leerstehenden Haus zurückgelassen. Die Tierschützerin, die ihn fand und rettete, starb kurz darauf und Sam war wieder alleine. Jetzt ist er schließlich in Deutschland – bei einer Pflegestelle in Seligenstadt. Der 10-jährige Sam sucht ein dauerhaftes Zuhause. Auch Penny, Cindy, Curro und viele andere Vierbeiner warten auf eine Familie.

Tierschutz im In- und Ausland miteinander zu verbinden – das ist ein primäres Ziel des Vereins „Hunde in Not Rhein-Main“, der im August dieses Jahres in Bad Vilbel gegründet wurde. Die Tierfreunde retten Hunde, die herrchenlos sind, alt oder Handicaps haben. Neben einer dauerhaften Unterkunft für die Tiere werden auch Patenschaften ermöglicht. Das betrifft häufig ältere Hundehalter, die finanzielle oder gesundheitliche Probleme haben. In solchen Fällen versucht der Verein, die Besitzer der Tiere direkt zu unterstützen und Hilfestellungen zu leisten.

Die Vermittlung von Auslandshunden ist ein weiteres Tätigkeitsfeld des Vereins: Vier Stationen gibt es im europäischen Ausland, zu Tierschützern in Spanien und auf der griechischen Insel Santorini besteht enger Kontakt. Die Helfer vor Ort melden Notfälle und tragische Tierschicksale sofort an den Verein in Bad Vilbel. Man versucht anschließend, den Hund so schnell wie möglich nach Deutschland zu holen. Dafür braucht man Flugpaten – denn kein Hund darf alleine in die Luft. Am Flughafen werden die Hunde dann von Mitarbeitern des Vereins abgeholt und in ihr neues Zuhause oder zu einer Pflegestelle gebracht.

Auf der Homepage des Vereins finden Interessenten einen Vermittlungsbogen und auch wichtige Informationen darüber, ob man überhaupt als Hundehalter geeignet ist. Im Vorfeld sollte man sich darüber Gedanken machen, ob man genügend Zeit für ein Tier hat, wie es mit den finanziellen Mitteln aussieht und ob der Vermieter die Hundehaltung erlaubt. Die Entscheidung für einen Vierbeiner sei so, „als ob man ein Kind kriegt“, sagt Ursula Müller-Bernard, die erste Vorsitzende des Vereins.

Knapp 20 Mitglieder haben sich zusammengefunden, man möchte nicht allzu groß werden. „Uns ist die Betreuung wichtig, vor und während der Vermittlung. Dafür wollen wir genügend Zeit haben“, erklärt Gründungsmitglied Inge Rohrbach.

Der Verein hat sich auf Hunde spezialisiert, würde aber auch andere Notfälle nicht ignorieren und versuchen zu helfen.

Die Rettung von Hunden birgt einen hohen Kostenfaktor. Zunächst müssen die Transportboxen ins Ausland geschafft werden. Das Tier wird geimpft, mit einem Chip versehen und dann nach Deutschland ausgeflogen. Die Finanzierung läuft über Spenden, Mitgliedsbeiträge und Vermittlungsgebühren.

Für einen Rüden zahlen die neuen Besitzer 350 Euro, für ein Weibchen werden 365 Euro fällig. So arbeite man „einigermaßen kostendeckend“. Müller-Bernard ist besonders vom sozialen Verhalten der Hunde aus dem Ausland begeistert. Die Hunde seien sehr menschenbezogen und hätten ursprüngliche Charaktere. Ihr Spitzmischling James, der von der Ferieninsel Menorca kommt, ist sehr verschmust und spielt gerne mit anderen Hunden.

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