Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Grüne für Ortsumgehung Wöllstadt

Wetterau Ökopartei arrangiert sich mit dem Straßenbauprojekt B3a/S-Bahn-Ausbau gefordert

Wenn es im Wetteraukreis „eine Ortsumgehung gibt, die Sinn macht, dann die von Wöllstadt“, sagt Gerhard Salz, Umweltpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion der Grünen. Die Ökopartei markiert damit einen Sinneswandel. Jahrzehntelang hat sie die B3a bekämpft, deren Teil die Umgehung Wöllstadt ist.

Seine Fraktion habe sich mittlerweile mit dem Straßenbauprojekt arrangiert, sagt Salz. Es könne nicht weiter hingenommen werden, dass die Einwohner Wöllstadts als einzige Anlieger an der B3 noch Straßenlärm ertragen müssten, „während überall im Kreisgebiet der Durchgangsverkehr vor der Haustüre verschwunden ist“.

Die Grünen merken jedoch kritisch an, dass gerade bei der B3a das Missverhältnis zwischen der Förderung des öffentlichen Verkehrs und des motorisierten Individualverkehrs eklatant hervortrete. B3a und der Bau des 3. und 4. Gleises der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt und Friedberg würden schon seit Jahrzehnten diskutiert und geplant. Die B3a sei in der Wetterau inzwischen weitgehend realisiert, bei der Main-Weser-Bahn dagegen kein Meter gebaut. „Die Missachtung des öffentlichen Verkehrswesens wird hier sehr deutlich.“

Der Durchgangsverkehr durch Wöllstadt wäre „viel geringer, wenn das 3. und 4. Gleis bereits vor dem Baubeginn der B3a fertig gestellt worden wären“.

Der Ausbau der Main-Weser-Bahn wird von mehreren Bürgerinitiativen bekämpft. Salz warnt die Wöllstädter Bürger, dies auch zu tun. „Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass man für den Bau von Straßen ist, ökologisch vernünftige Projekte wie den Ausbau des ÖPNV und erneuerbarer Energien aber ablehnt.“ Die Gemeinde Wöllstadt hatte den Bau von Windrädern an ihrer Gemarkungsgrenze vehement bekämpft. „Straßen sind Kohlendioxidschleudern“, so Salz. „Windräder dienen der Einsparung von Kohlendioxid.“ (ieb.)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare