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Wetterau

Gleich zwei Höhepunkte

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Seit 25 Jahren gibt es die Kulturinitiative Karben. Jetzt liegt das Jubiläumsprogramm vor und für die "KIK" hat 2015 gleich zwei Höhepunkte.

Für die Kulturinitiative Karben – ihre Mitglieder bevorzugen die Abkürzung „KIK“ – hat das Jahr gleich zwei Höhepunkt. Der eine ist „Das Fest am Selzerbrunnen“ am 14. Juni. Es steht unter dem Motto „Born to be in Karben“. Das hat weder etwas mit dem Sänger Patrick Hernandez noch mit der amerikanisch-kanadischen Band Steppenwolf zu tun. „Born“ ist ein althochdeutscher Begriff für Brunnen und passt damit gut zum Veranstaltungsort.

Zusammen mit dem Jukuz, der Kulturscheune und der Musikschule Karben und Bad Vilbel plant die KIK ein vielseitiges Programm. Musik, Spiele, Workshops, Varieté und historische Führungen soll es geben – möglicherweise der Beginn einer ganzen Serie gemeinsamer Veranstaltungen, wie es heißt.

Der zweite Höhepunkt hängt mit dem Jahr 2015 zusammen. Es ist ein Jubiläumsjahr. Vor 25 Jahren gründeten kulturinteressierte Karbener Bürger die Initiative. Deswegen gibt es am 26. September, von 19 Uhr an, ein großes Fest im Selzerbrunnenhof. Eine Gala soll es sein – mit Kabarett, Tanz, Konzert und Theater. „Kurzauftritte von Künstlern, „die uns über die Jahre begleitet haben“, kündigt Matthias Flor an, der im ersten Jahr nach der Gründung zur Initiative stieß.

Zu diesen Künstlern zählt Hans Schwab. Er macht auch im regulären Programm der KIK 2015 den Anfang. In der Form des Solo-Theaters adaptiert er am 26. Februar von 20.30 Uhr an Franz Kafkas psychologische Affen-Erzählung „Ein Bericht für eine Akademie“. Schwab stand als allererster Künstler auf der KIK-Bühne. Kein Zufall also, dass er das Jubiläumsjahr eröffnet.

Der niederländische Kabarettist Robert Kreis beendet das Jahresprogramm. In „Verehrt, Verfolgt, Vergessen“ nimmt Kreis die Zuschauer mit auf „eine literarische Reise durch die einmalige kreativ-verrückte Welt der jüdisch-deutschen Unterhaltungs-Kunst“ in den Zwanziger- und Dreißigerjahren. Kosten die Karten für KIK-Veranstaltungen normalerweise 13 Euro im Vorverkauf und 16 Euro an der Abendkasse, sind es bei Kreis jeweils drei Euro mehr.

Auftritte oft ausverkauft

Außergewöhnliche und bekannte Künstler wie Kreis sorgten immer wieder für neues Publikum, sagt Flor. Die KIK setze Akzente. „Wir wollen dem Zeitgeist nicht hinterher rennen.“ Man bemühe sich um einen „Mix der Genres“. Kabarett, Theater, Tanz, Musik sind bei den insgesamt acht Terminen alle mindestens einmal vertreten. Die Resonanz spricht dafür, dass die Initiative mit ihrer Mischung richtig liegt. Im vergangenen Jahr seien die Zuschauerzahlen weiterhin gut gewesen, berichtet Flor, der auch ehrenamtlicher Stadtrat in Karben ist. Oft sei die Kulturscheune, in der die Auftritte stattfinden, ausverkauft gewesen.

Neun „Aktivisten“, wie Flor sie nennt, bilden den harten Kern der Initiative. Sie gestalten das Programm, bereiten die Veranstaltungen vor und kümmern sich um die Finanzierung. Hinzu kommen Helfer, die zum Beispiel dafür sorgen, dass es regelmäßig ein Buffet gibt. Dafür müssen sie dann keinen Eintritt zahlen. An Personal mangelt es also nicht. Etwas jünger könnte es allerdings sein. Die meisten KIK-Leute seien über 50 Jahre alt.

Für sie wird es im Jubiläumsjahr etwas mehr zu tun geben. Und teurer wird es zudem. Rund 10 000 Euro gibt die KIK für das diesjährige Programm aus. Flor hofft, dass der Zuschuss der Stadt deswegen etwas größer ausfallen wird. Bislang hat die Stadt laut Flor regelmäßig rund 2000 Euro beigesteuert. Die Zeichen dafür, dass es mehr gibt, stünden gut.

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