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Die SPD gibt sich kämpferisch

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Thomas Görlich (Mitte) will Blockaden auflösen.
Thomas Görlich (Mitte) will Blockaden auflösen. © Monika Müller

Thomas Görlich führt die Liste der Karbener Sozialdemokraten für die Kommunalwahl im März an. Unter den Kandidaten sind Vertreter aus allen Ortsteilen.

Von Monica Bielesch

Thomas Görlich appellierte: „Lasst uns zusammenrücken, in die Öffentlichkeit gehen und mit den Bürgern reden.“ Zuvor war er an die Spitze der SPD-Liste für die Wahl am 27. März 2011 gewählt worden. Und nachdem sich alle 43 Kandidaten vorgestellt hatten und die Wahl durchgeführt worden war, kam man im Saal der Gaststätte Anna in Groß-Karben zu den politischen Inhalten.

Der 51-Jährige Diplom-Ingenieur aus Klein-Karben trat ans Mikrofon und erläuterte den Slogan, mit dem die SPD in die Wahl gehen will. „Karbengerecht: Das heißt für Karben gemachte Politik, und an Karben angepasste Lösungen“, so der Fraktionsvorsitzende. In erster Linie wolle sich die SPD für soziale Gerechtigkeit einsetzen. Anders als die CDU, deren finanzielle Unterstützung eines privaten Kindergartens Görlich scharf kritisierte. „Wir wollen starke Stadtteile für eine starke Stadt, das haben wir auch mit der Besetzung unsere Liste bewiesen“, fuhr er vor den rund 50 erschienen Mitgliedern fort.

Er forderte seine Parteigenossen auf: „Wir müssen in den Ortsteilen präsent sein und unser Programm darstellen.“ Darin gehe es den Sozialdemokraten unter anderem um altersgerechte Wohnformen für Jung und Alt. „Besonders für junge Familien.“ Unter Applaus forderte Görlich: „Wir müssen Blockaden auflösen.“ So müsse die B3 endgültig ausgebaut werden. „Wir sind für einen Lückenschluss der B3 zwischen Wöllstadt und Karben – das ist für uns karbengerecht.“ Dazu will die SPD-Fraktion den Magistrat bitten, einen Runden Tisch einzurichten.

Zur Dorferneuerung in Groß-Karben meinte der SPD-Spitzenkandidat, dass diese nur in enger Abstimmung mit den Bürgern möglich sei. Er bekräftigte die Pläne der SPD, in der Karbener Mitte einen Stadtpark zu schaffen. „Das ist ein sportliches und ehrgeiziges Ziel“, gab er zu. Aber ein solcher Park müsse schließlich nicht sofort realisiert werden.

Pure Kosmetik

Bei der Konsolidierung des Haushalts sei die CDU in ihrer Koalition mit Freien Wählern „kläglich gescheitert“. Görlich kritisierte, dass die CDU „geschönte“ Haushaltszahlen präsentiere. „Das ist pure Kosmetik, um nach außen zu glänzen.“

Über die angetretenen Kandidaten zeigte sich Görlich erfreut. „Wir haben in unserer Liste einen guten Mix aus Erfahrung und Unbekümmertheit“, meinte er stolz. Auf der Liste kandidieren altgediente Sozialdemokraten wie Ex-Bürgermeister Detlev Engel, Ex-Stadtrat Hans Puchtinger oder Klaus-Peter Hampf aus Solidarität mit ihrer Partei und dem Partei-Programm auf den hinteren Plätzen.

Der Vorstand besetzte die ersten zehn Listenplätze bewusst mit Vertretern aus möglichst allen Ortsteilen, unter ihnen auch einige Mitglieder des derzeitigen Stadtparlaments.

Wer nach der Wahlschlappe von 2006 eine Verjüngung in den vorderen Reihen der Sozialdemokraten erwartet hatte, wurde enttäuscht. Der 20-jährige Marvin Ulrich auf Listenplatz 13 ist mit großem Abstand der jüngste Kandidat. Jochen Schmitt, der Bürgermeister-Kandidat von 2009, landete auf dem dritten Listenplatz.

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