Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Tengelmann-Markt in Bad Vilbel nimmt Abschied
+
Der Tengelmann-Markt in Bad Vilbel nimmt Abschied

Geschäftsleute hoffen wieder

  • Tina Full-Euler
    VonTina Full-Euler
    schließen

Die Gewerbetreibenden am Bad Vilbeler Marktplatz setzen auf den Donnerstagsmarkt und neue Geschäfte. Nach dem Aus für Tengelmann fehlt noch immer ein Nahversorger.

Seit knapp sechs Monaten fehlt den Geschäften am Marktplatzzentrum der Kundenmagnet Tengelmann. Noch immer ist für die 1500 Quadratmeter große Ladenfläche kein Nachmieter bekannt. Leerstand auch seit über einem Jahr schräg gegenüber am Marktplatz 4. Dort sind es 89,5 Quadratmeter.

Und der nächste Leerstand kündigt sich bereits an: Die Modeboutique „Tanja’s Style“ wird im Frühjahr in die Frankfurter Straße 10 umziehen. Ladeninhaberin Tanja Brauburger-Heinze war „der Mietzins zu hoch“. „Aber ich wollte auch in Bad Vilbel bleiben, aufgrund meiner vielen treuen Stammkunden“, sagt sie. Als Nachfolger der Modeboutique ist dem Vernehmen nach eine Metzgerei im Gespräch.

Trotz dieser Nachrichten geben sich die Geschäftsleute am Marktplatzzentrum weniger hoffnungslos als noch im Herbst 2010. Zum Beispiel Lottoladen-Inhaberin Bettina Hildebrand, die damals über Einnahmeverluste von „bis zu 50 Prozent an den Samstagen“ geklagt hatte. Das Geschäft am Wochenende sei zwar nach wie vor schlechter als zu Tengelmanns Zeiten. „Aber unter der Woche hat sich das Geschäft erholt“, sagt Hildebrand. Außerdem freut sie sich, dass ab Februar der Donnerstagsmarkt vom Zentralparkplatz Richtung Altes Rathaus zieht. „Das ist gut für die umliegenden Geschäfte und für die Anlieger, denen hier ein Nahversorger fehlt.“

Bei „Abele Optik“ sei der zu erwartende Umsatzrückgang nicht eingetroffen, sagt Geschäftsführer Heiko Grosch. Das liege wohl daran, dass „die Kunden gezielt zum Optiker kommen“.

Als weiteres positives Zeichen wertet Hildebrand den Umzug der „Büchergalerie“ von der Frankfurter Straße 60 in die untere Frankfurter Straße 24, und damit in die Nähe des Marktplatzzentrums. Claudia Heyne, Inhaberin des Buchladens, musste sich nach einer neuen Bleibe umsehen, weil die Räume des Ladens im Anbau der Frankfurter Straße 60 ebenso wie die Hausnummern 58 und 56 wegen der Neuen Mitte abgerissen werden sollen. Das denkmalgeschützte Haus Nummer 60 bleibt bestehen. Heyne hat lange gesucht: Entweder war die Ladenfläche zu groß oder zu teuer oder die Lage nicht entsprechend. Auch das Grundstück Frankfurter Straße 75, auf dem nun der Akzente-Verein baut und einen Buchladen einrichten will, habe sie interessiert. „Doch das hat mir die Stadt nicht angeboten“, sagt sie. „Wenn ich nichts gefunden hätte, hätte ich woanders neu angefangen“, sagt Heyne. Nun freut sie sich auf den neuen, etwas größeren Laden mit zwei Schaufenstern und hofft auf Eröffnung im März.

Die Büchergalerie zieht ein, der „Gemäldemarkt“ zieht zum 31. Januar aus der Frankfurter Straße 24 aus. Inhaber Thomas Duda wäre die Miete im neuen Mietvertrag nach Ablauf des alten „zu hoch“ gewesen. Ihn ziehe es nun nach Bayern, wo das Geschäft seine Basis habe, sagt er. Einerseits bedauert Duda seinen Wegzug, andererseits sieht er durch den Bau der Neuen Mitte auch „eine große Belastung auf die Frankfurter Straße zukommen“. Außerdem habe die Stadt „nichts für die Frankfurter Straße getan“, findet er: „Die Kaufkraft geht woanders hin.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare