Wölfersheim

Gericht lehnt BUND-Klage ab

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Die Natur- und Umweltschutzorganisation will den Bau eines Rewe-Logistikzentrums zu Fall bringen. Ob der BUND in die nächste Instanz vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel gehen wird, ist unklar.

Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Gießen hat gestern die Klage des BUND gegen die Entscheidung der Regionalversammlung Südhessen zurückgewiesen. Die Natur- und Umweltschutzorganisation will den Bau eines - laut Rewe – bis zu 111.000 Quadratmeter großen Lagers von Rewe Mitte bei Wölfersheim (Wetterau) an der A45 zu Fall bringen. Für das Vorhaben werden 30 Hektar bester Ackerboden überbaut, so ein Klägerargument. Die Kammer begründet ihre Entscheidung damit, dass „der BUND nicht zur Klage gegen die der Gemeinde Wölfersheim erteilte Zielabweichungsentscheidung befugt sei“ - auch aus europarechtlicher Sicht nicht.

Es geht um die Änderung im Flächennutzungsplan, in dem die 30 Hektar als Ackerland standen und auf Antrag der Gemeinde zu Gewerbegebiet wurden. Voraussetzung für die Klagebefugnis des BUND sei das Vorliegen einer Entscheidung nach dem Umweltrechtsbehelfsgesetz, so das VG Gießen, das Berufung gegen das Urteil zugelassen hat.

Ob der BUND in die nächste Instanz vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel gehen wird, ist unklar. „Wir sind enttäuscht, aber nicht entmutigt“, sagte Werner Neumann von Landesvorstand. Landesverband und Aktionsbündnis wollen zunächst auf die schriftliche Urteilsbegründung warten und sich dann beraten. 

„Ziel bleibt, das Rewe-Lager zu verhindern. Rewe muss einsehen, dass es dafür den falschen Ort gewählt hat“, sagt Neumann. Die Bürger sollen motiviert werden, zur Offenlage des Bebauungsplans Einwände zu erheben. Widerstand soll sich auch im Nachbarort Echzell aufgebaut haben. Der Gemeindevorstand prüft den Klageweg.

Rewe will mit dem rund 660 Meter langen und bis zu 36 Meter hohen Neubau seine Lager im nahen Rosbach und Hungen aufgeben. In der Kritik stehen der Bau und die Verkehrsbelastung von allein 1500 Lastwagen rund um die Uhr.

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