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KSG ist gerettet

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Die Stadt Karben wird das Vereinsheim der Kultur- und Sportgemeinschaft KSG Groß-Karben übernehmen und den Traditionsverein so vor der Pleite retten.

Den 1920 gegründeten Verein drückt eine Schuldenlast von rund einer halben Million Euro. Die war entstanden, weil die Sanierung des Vereinsheims in der Christinenstraße viel teurer geworden war als geplant. Die 1914 gebaute Turnhalle in der Christinenstraße war vor 15 Jahren umgebaut und saniert worden. Der Verein konnte nun die monatlichen Tilgungen nicht mehr aufbringen. Ihm drohte deshalb sogar der Verlust der Gemeinnützigkeit.

Das Grundstück, auf dem die Halle steht, gehört bereits der Stadt. Die hatte es nach der Sanierung übernommen, um dem Verein aus der Patsche zu helfen.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sprach sich der Verein nun einmütig auch für den Verkauf der Halle an die Stadt aus. Von den rund 350 Mitgliedern waren am Freitagabend nur knapp 40 ins Vereinsheim gekommen. Das Geschäft mit der Stadt wurde vom Vereinsvorsitzenden Dieter Wagner als „einzige Lösung“ gewertet.

Bürgermeister Guido Rahn (CDU) betonte, das sei kein Präzedenzfall für andere Vereine. Die Stadt wolle den Traditionsverein KSG retten. Der Kauf der Halle sei eine Ausnahme. Es sei im Magistrat und im Aufsichtsrat der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, die das Gebäude übernehmen wird, viel Überzeugungsarbeit nötig gewesen.

Die Stadt will die Halle als eine Art Groß-Karbener Bürgerhaus führen. Das KSG-Vereinsleben soll dort aber „wie gewohnt“ weitergehen können. „Wir wollen den Verein am Leben erhalten“, sagte Rahn. ( ieb)

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