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Wetterau

Geld für Aktive gegen rechts

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Fachstelle für Demokratie in Florstadt / Themen-Café in Butzbach.

Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren wollen, bekommen mehr Geld für ihre Aktionen. Möglich wird das durch Geld aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“. Die Kommunen Florstadt, Echzell, Reichelsheim und Wölfersheim haben jetzt zusammen 55 000 Euro erhalten. Die vier Kommunen taten sich 2011 zusammen zur „Partnerschaft für Demokratie in der mittleren Wetterau“, kurz „Bunter leben“.

Der größte Teil des Geldes – 30 000 Euro – ist für den Aufbau der Fachstelle für Demokratie bei der Stadt Florstadt bestimmt, die es seit Anfang dieses Jahres gibt. „20 000 Euro sind für einen Aktionsfonds für Verein und 5000 Euro für einen Jugendaktionsfonds“, sagt Rochsane Mentes, die die Arbeit in der Demokratie-Fachstelle macht.

Außerdem unterstütze das Land Hessen das Bundesprogramm. In den Jahren 2016 und 2017 gebe es 20 Prozent und 2018 und 2019 jeweilss 40 Prozent des Förderbetrags dazu.

Seit es „Bunter leben“ gibt, seien schon viele Projekte organisiert worden, sagt Mentes. So sei das jährlich stattfindende Konzert „Blues im Park“ in „Blues statt Braun“ umgetauft worden. Im September rocken die Musiker zum 14. Mal am Löw’schen Schloss in Florstadt-Staden. Im Juni 2013 bildeten 1000 Menschen den Schriftzug „Respekt“ auf einer Wiese in Nieder-Florstadt.

Zwar sei die Lage derzeit ruhig in der Region, was rechtsextreme Aktivitäten betreffe, sagt Mentes. Aber: „Es gibt latenten Rechtsextremismus in der Gesellschaft.“ Das zeigten nicht zuletzt die Aufmärsche von Pegida. Aber Mentes zieht ein positives Fazit ihrer bisherigen Netzwerk-Arbeit vor Ort. „Ich merke sehr deutlich: Wir haben eine Aufmerksamkeit für die Thematik geschaffen.“ Es gebe schnelle Rückmeldungen von Menschen, wenn sie etwas Fremdenfeindliches oder Rechtsextremes hörten. „Das ist ein großer Erfolg.“

Demokratiekonferenzen

Damit Jugendliche, Vereinsmitglieder und alle anderen Menschen erfahren, wo und wie sie an das Geld für ihre Aktionen kommen, soll es am 22. April eine Demokratiekonferenz in Florstadt geben.

Auch Butzbach hat 55 000 Euro aus dem Bundesprogramm erhalten. Aaron Löwenbein, Leiter der Nachschule Wetterau in Butzbach, koordiniert im Auftrag der Stadt, wie das Geld verwendet wird. Es soll ein Jugendforum geben, fachliche Qualifizierungen für Akteure sind geplant. Angedacht ist auch ein „Themen-Café“ im Butzbacher Museum, in dem Workshops und Vorträge angeboten werden.

Außerdem sollen sich lokale Vereine, Schulen, Kirche sowie andere Gruppen und Personen besser miteinander vernetzen. „Die vorrangige Aufgabe (...) ist die Organisation einer Demokratiekonferenz“, sagt Löwenbein. Die ist für den 22. April geplant. „Erst einmal geht es darum, vorhandene Ideen und Aktivitäten aufzugreifen.“

Zusammen mit dem Zuschuss vom Land, den es von 2016 bis 2019 auch für Butzbach gibt, stehen laut Löwenbein 305 000 Euro für Aktionen gegen Rechtsextremismus bereit.

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