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Wetterau

Gehege für Kleintiere auf Eis

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Tier-Station könnte an Baurecht scheitern / Ohne Bebauungsplan kein Zaun.

Noch ist auf dem Gelände gegenüber des Ludwigsbrunnens bei Burg-Gräfenrode nichts zu sehen, was auf eine künftige Tier-Auffangstation hinweist. Auf dem etwa 5000 Quadratmeter großen Areal, das der Tierschutzverein Karben seit Mai 2014 von der Stadt gepachtet hat, sind eine Wiese und ein etwa vier bis fünf Meter hoher Erdhügel; zur Straße hin säumt blickdichtes Gebüsch die Wiese. Auf den anderen Seiten steht ein labiler Zaun: Zwischen Holzpfählen hängt dünner Maschendraht, an einigen Stellen ist er heruntergedrückt.

Damit der Bau beginnen könne, brauche das Gehege einen stabilen Zaun, sagt Vereinsvorsitzende Christine Gredel. Der soll verhindern, dass vor allem die als Kletterkünstler bekannten Katzen nicht ausbüchsen. Und Tierquälern soll er den Zutritt verwehren. Der etwa 1,80 Meter hohe Zaun kostet laut Gredel rund 12 000 Euro. Ein Betrag, den der Verein selbst stemmen würde, wofür er aber auf Spenden angewiesen ist.

Bis zu 10 000 Euro allein für Baurecht

Doch die Chancen auf einen baldigen Baubeginn stehen schlecht. Denn laut Karbens Pressesprecher Hans-Jürgen Schenk fordert die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Zaun. Ohne diesen Plan dürfen außerhalb von Ortschaften keine Zäune gebaut werden, lauten übereinstimmend die Informationen von Stadt und Kreis.

Dieser Plan koste zwischen 5000 und 10 000 Euro, die der Tierschutzverein voraussichtlich übernehmen müsste, so Schenk. Zwar habe der Vorbesitzer des Areals einen Zaun aufgestellt. Aber: „Es gibt hier kein Gewohnheitsrecht.“

Das Geld für den Bebauungsplan hat der Verein laut Vereinsvorsitzender Gredel jedenfalls nicht. Außerdem sei das Gelände nur für zehn Jahre gepachtet. Eine solch große Geldanlage sei zu unsicher. „Dann müsste man das Gelände kaufen.“ Zuschüsse für seine Arbeit bekommt der Verein Gredel zufolge nicht, weder von der Stadt noch vom Kreis.

Bürgermeister Guido Rahn (CDU) werde ein weiteres Mal mit der Unteren Naturschutzbehörde sprechen, um nach anderen Möglichkeiten zu suchen, sagt Stadtsprecher Schenk. Die gibt es aber laut dem Kreis nicht. „Wir sehen keine anderen Möglichkeiten als den Bebauungsplan“, sagt Kreissprecher Elsaß.

Katzenbabys in Kiste ausgesetzt

Vereinsvorsitzende Gredel weist darauf hin, dass ihr Verein das Kreis-Tierheim Wetterau entlaste. Gerade am Mittwoch hatte sie wieder so einen Fall: Fünf Katzenbabys in einer Kiste auf dem Gelände des Berufsförderungswerks, eine Mitarbeiterin fand sie und verständigte den Verein. „Wir haben sie dann nach Oberrad zum Frankfurter Katzenschutzverein gebracht, die ziehen sie jetzt mit der Flasche auf.“

In dem künftigen Kleintiergehege hätte der Verein die kleinen Katzen nicht halten können. Für die intensive Betreuung fehle das Personal, so Gredel. Aber unter den 74 Vereinsmitgliedern seien sehr viele Aktive, die helfen würden um die anderen Insassen des künftigen Geheges zu betreuen. Wie zum Beispiel eine derzeit frei lebende Katze, die sich mit ihren Jungen unter der Terrasse einer Wohnung in der Ramonvillestraße eingenistet hat. Die Bewohner hätten sie stets gefüttert, sagt Gredel. Die sind nun ausgezogen, der Tierschutzverein füttert jetzt die Katzen vor Ort.

„Wenn wir keinen Zaun stellen können, können wir das Gelände für nichts anderes benutzen als für einen Hundeauslauf oder um einen Bauwagen hinzustellen, um uns zu treffen“, sagt Gredel.

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