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Bad Vilbel/Karben

Gegen den Verkehrsengpass

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Gemeinsame Stellungnahme der Städte Bad Vilbel und Karben zum geplanten B 3-Ausbau.

Die Stadt Bad Vilbel unterstützt die Forderung der Nachbarkommune Karben, den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 3 zwischen Massenheim und Kloppenheim im Bundesverkehrswegeplan 2030 in den „vordringlichen Bedarf“ aufzunehmen. Wie die Bürgermeister Thomas Stöhr und Guido Rahn (beide CDU) kürzlich mitteilten, wollen sie dafür eine gemeinsame Stellungnahme an das Bundesverkehrsministerium abgeben. Rund 20,6 Millionen Euro soll nach Ministeriumsangaben der Ausbau kosten.

Der im März von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgelegte Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 stuft die Erweiterung der B 3 auf der vier Kilometer langen Strecke nur als „weiteren Bedarf“ein. Bliebe der Entwurf unverändert, könnte mit einer Planung des Projekts wohl erst 2030 begonnen werden. Noch bis zum 2. Mai können Stellungnahmen zu dem Plan beim Bundesverkehrsministerium eingereicht werden.

Stöhr und Rahn stellten nun die Gründe für ihre gemeinsame Forderung ausführlich vor. Sie sehen in der Analyse des Ministeriums zur B 3, wie sie im Online-Informationssystem Prins nachzulesen ist, Ungereimtheiten. So schreibt das Ministerium: „Im Zuge der B 3 stellen sich gegenwärtig Verkehrsstärken von 21 000 KfZ/24h ein.“ Bis 2030 würden weitere 6000 Autos hinzukommen. Das entspräche einer Steigerung um rund 29 Prozent. Dabei heißt es in den Ausführungen des Bundes doch jetzt schon: Die „derzeitigen und prognostizierten Verkehrsstärken“ seien mit nur zwei Fahrspuren nicht zu bewältigen. „Die Verkehrssicherheit ist eingeschränkt und die Störanfälligkeit hoch.“

Weil die Ortsumgehungen in Friedberg und Bad Nauheim schon fertiggestellt und auch die Umfahrungen in Nieder- und Ober-Wöllstadt sowie die Nordumgehung in Karben in Bau seien, werde der Abschnitt zwischen Karben und Bad Vilbel „immer stärker zum „Flaschenhals, obwohl er neben der A 5 die bedeutendste Verbindung zwischen dem Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main und dem Wetteraukreis ist“.

„Projekt ist nicht neu“

Als vordringlich könnte das Projekt nach Auffassung der Städte Bad Vilbel und Karben zudem gelten, weil die Planung schon „fortgeschritten“ sei und sich nicht, wie das Ministerium schreibt, in einer frühen Phase befindet. Für den vierspurigen Ausbau gebe es bereits einen Planfeststellungsbeschluss; seinerzeit seien aber nur zwei Spuren gebaut worden. „Es ist faktisch keine neue Maßnahme“, sagt Rahn. Karbens Rathauschef hatte der SPD im Februar in der FR vorgeworfen, sie habe damals im Kreistag und im Stadtparlament vier Spuren abgelehnt.

Würde der Ausbau nun als vordringlicher Bedarf eingestuft, könnte die hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung „kurzfristig das bestehende Baurecht für den vierstreifigen Ausbau überprüfen und gegebenenfalls anpassen“, meinen Rahn und Stöhr. Eine Realisierung in wenigen Jahren wäre damit möglich.

Beide Stadtoberhäupter sind überzeugt, dass auch die Ortsumgehung für Okarben und Kloppenheim nur dann funktionieren kann, wenn gleichzeitig der Ausbau zwischen Massenheim und Kloppenheim erfolgt. Den Bau der Umgehungsstraße stuft der Plan als vordringlich ein.

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