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Der Niddaradweg führt an der Alten Mühle vorbei.
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Der Niddaradweg führt an der Alten Mühle vorbei.

Bad Vilbel

Gebaut auf historischem Grund

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Das Kulturzentrum Alte Mühle in Bad Vilbel besteht seit 25 Jahren. Statt eines Festaktes zum Jubiläum werden im Jubiläumsjahr Künstler auftreten, die schon seit der Gründung des Kulturzentrums Bestandteil des Programms sind.

Mit dem Kulturzentrum Alte Mühle ist „eine perfekte Symbiose entstanden“, sagt Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann. In dieser Woche ist es 25 Jahre her, dass das Kulturzentrum mit einem Kino, einer Theater- und Kleinkunstbühne, dem Restaurantcafé und einer Galerie eröffnet wurde. In dem Gebäudekomplex an der Nidda, zu dem auch noch ein ehemaliges Wohnhaus und die Remise gehören, befinden sich zudem das Büro der Musikschule sowie eine Musik-, Theater- und Töpferwerkstatt.

Die frühere Mühle gehörte nach Angaben des Bad Vilbeler Stadtchronisten Willi Giegerich neben der Burg und dem historischen Rathaus zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Die Mühle, die erstmals im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird, wurde in den vergangenen Jahrhunderten oft umgebaut. Ihr mittlerer Teil zeigt in den Grundmauern noch Fundamente des mittelalterlichen Baus.

Baugruppe dominiert das Lagergebäude

Die Baugruppe dominiert das fünfgeschossige ehemalige Lagergebäude aus der Zeit um 1900, das sich ursprünglich auf einer Insel zwischen der Nidda und dem inzwischen verfüllten Mühlgraben befand. Dem Turm schlossen sich länglich nach Süden die eigentlichen Mühlengebäude an.

Sie sind durch den Ausbau des gesamten Areals seit dem Ende der 1980er Jahre zum städtischen Kulturzentrum „überformt“, wie es in der Denkmaltopografie des Landesamts für Denkmalpflege Hessen für den Wetteraukreis heißt. Die zur Lohstraße gelegenen ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsbauten, die im Kern aus dem 18. Jahrhundert stammen, vervollständigt das bauliche Ensemble der ehemaligen Mühle. 1942 stürzte eines der ältesten Gebäude ein, nachdem Hochwasser die Grundmauern unterspült hatte. In den 1950er Jahren wurde der Mühlenbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt und das Areal wurde dann lange nicht genutzt.

Laut Kunzmann war der Umbau der Alten Mühle zum Kulturzentrum das zentrale Projekt der Stadterneuerung Ende der 1980er Jahre. Mit Landeszuschüssen wurde das 7,8 Millionen Mark teure Bauprojekt realisiert.

Der bis zur Begradigung der Nidda noch genutzte Mühlenturm wurde mit dem etwa 6000 Quadratmeter großen Gelände Anfang 1985 von der Stadt erworben. Das Umbauprojekt umfasste drei Bauabschnitte. Im Herbst 1988 wurde der Grundstein gelegt, am 19. Juni 1991 wurde das Kulturzentrum eröffnet. Neben dem damaligen Bürgermeister Günther Biwer war es der frühere Erste Stadtrat Klaus Minkel (CDU), der das Projekt tatkräftig förderte. Schon zu Beginn der 1980er Jahre hatte sich die Stadt darum bemüht, das Gelände zu erwerben. Doch erst nachdem Privatleute auf ihre hohen Preisforderungen verzichtet hatten, konnte die Stadt das Grundstück und die Gebäude für 1,2 Millionen Mark kaufen.

Bürgermeister Thomas Stöhr teilte gestern mit, für eine Stadt wie Bad Vilbel mit ihren 33 000 Einwohnern sei es „nicht selbstverständlich“, ein derartiges Kulturzentrum zu unterhalten, das gemeinsam mit den Burgfestspielen den Bürgern ein vielfältiges Programm biete. Das ganze Jubiläumsjahr über werden nach den Worten Stöhrs auch Künstler in der Alten Mühle auftreten, die schon seit der Gründung des Kulturzentrums Bestandteil des Programms sind. Auf einen besonderen akademischen Abend sei deshalb – wie auch beim 25-jährigen Bestehen der Bad Vilbeler Burgfestspiele – verzichtet worden.

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