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Zum Abschied einen symbolträchtigen Scheck

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Birgit Bergmann (Stadtbibliothek) mit Helmut Schilling. red © Red

Am 12. Januar 2020 lud der Freundeskreis der Stadtbibliothek Friedberg mit großem Erfolg zum Neujahrsempfang ins Bibliothekszentrum Klosterbau ein. Der Festvortrag „Über notorisches Lesen“ von Jürgen Wagner ist bis heute unvergessen. Bei Kaffee und Kuchen trugen Besucher ihre Lieblingsgedichte vor. In dieser entspannten Atmosphäre dachte damals niemand an etwas Böses oder rechnete gar mit den Auswirkungen einer Pandemie.

Dann kam Corona.

Dies hatte Auswirkungen auf den Freundeskreis der Stadtbibliothek. Da vorerst keine Räumlichkeiten zur Verfügung standen, fanden im Lockdown keine Versammlungen statt, Videokonferenzen waren keine Alternative. Und es kristallisierte sich heraus, dass der Vorstand für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stand. Nachfolger wurden nicht gefunden.

So kam es, dass bei der letzten Hauptversammlung im September 2021 der Beschluss gefasst wurde, den Verein aufzulösen; das Vereinsvermögen geht satzungsgemäß an die Stadtbibliothek.

Nun konnte der ehemalige Vorsitzende Helmut Schilling einen Scheck über die Summe des Vereinsvermögens - symbolträchtige 2022 Euro - an die Bibliotheksleiterin Birgit Bergmann überreichen.

Viel hat der Verein auf die Beine gestellt, etwa die Lesung „Alle Wetter“ mit den hr-„Wetterfröschen“ Thomas Ranft und Tim Staeger. Oder die Krimilesung von Wolfgang Burger, die finanziell unterstützt wurde. Personell unterstützte der Verein das Bibliotheksteam bei Bücherflohmärkten, Pegasus-Veranstaltungen oder der Kulturnacht im Oktober 2019. Im Frühjahr 2019 hatte der Verein 42 Mitglieder. Im Sperrjahr nach der Auflösung 2021 wäre eine Wiederbelebung möglich gewesen, aber es meldete sich niemand. So kam es, dass der Freundeskreis nur vier aktive und zwei Corona-Jahre existierte. red

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