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Wetterau: Wohin mit dem Abfall?

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Wegen der Corona-Krise sind die Wetterauer Entsorgungszentralen geschlossen. Das soll sich ändern, fordern Markus Bäckel (Freie Wähler) und Gerhard Salz (Grüne), beide in der Betriebskommission des Abfallwirtschaftsbetriebes.

Die Wetterauer Recyclinghöfe, die wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen sind, sollen nach Ostern auch für Privatleute geöffnet werden. Das fordern Markus Bäckel (Freie Wähler) und Gerhard Salz (Grüne). Gewerbetreibende können die Recyclinghöfe der Mitteilung zufolge weiter benutzen.

Salz und Bäckel sind Mitglieder der Betriebskommission des Abfallwirtschaftsbetriebes des Wetteraukreises (AWB), der die Höfe betreibt. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag schickten Salz und Bäckel am Dienstag an den Wetterauer Kreisbeigeordneten Matthias Walther (CDU), der als Dezernent auch für die Abfallwirtschaft zuständig ist.

Da sich die Betriebskommission derzeit wegen der Corona-Verordnungen nicht treffen kann, solle ein Umlaufbeschluss per E-Mail herbeigeführt werden, heißt es in einer Mitteilung. Wenn die Betriebskommission sich über die Feiertage damit befassen würde, wäre eine solche Abstimmung auch bis nach Ostern möglich, findet Salz.

Die Recyclinghöfe des AWB sind laut dessen Website seit dem 17. März geschlossen. Kunden und Mitarbeiter müssten „vor sozialen Kontakten“ geschützt werden, heißt es dort.

Keine Ansteckungsgefahr?

Salz und Bäckel begründen ihren Antrag damit, dass die Menschen derzeit mehr Zeit in Haus und Garten hätten. Abfälle müssten entsorgt werden. Da das Wiegen und Abrechnen hinter Glasscheiben stattfinde, besteht ihrer Meinung nach keine Ansteckungsgefahr. Und bei erforderlichen Gesprächen könne man den Sicherheitsabstand wahren.

Nachdem die FR am Donnerstag bei der Kreisverwaltung angefragt hatte, verschickte diese etwas später eine Pressemitteilung. Darin sagt Kreisbeigeordneter Walther: „Wir haben die Recyclinghöfe nach einer Empfehlung des Bundes zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen geschlossen.“ Sobald die Bewertung der Infektionsgefahr es zulasse, würden die Recyclinghöfe wieder geöffnet.

Jürgen Roth, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes bittet die Bürgerinnen und Bürger Abfälle, die nicht über die Tonnen entsorgt werden können, bis zur Lockerung der Beschränkungen zu Hause zu behalten.

Der Abfalldezernent betont darüber hinaus, dass die regelmäßige Abholung aller anderen Abfälle wie Restmüll, Altpapier und Kompost an der Haustür gesichert sei. „Wir stehen in engen Gesprächen mit den Entsorgern in der Wetterau“, so Walther. „Das ist der Kern der Abfallwirtschaft im Wetteraukreis, hier bündeln wir unsere Ressourcen, um diese Dienstleistung dauerhaft zu sichern.“

Die Recyclinghöfe im Wetteraukreis werden durch die Städte und Gemeinden sowie den Abfallbetrieb des Wetteraukreises betrieben. Der AWB ist ein Eigenbetrieb des Wetteraukreises.

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