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Solch eine Schreckschusspistole darf mit dem Kleinen Waffenschein getragen werden.

Friedberg

Waffenbesitzer im Blick

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Rund 2800 sogenannte Kleine Waffenscheine für Gas- und Schreckschusswaffen sind im Wetteraukreis ausgegeben. Scheine, um scharfe Waffen mit sich zu führen, gibt es dagegen derzeit nicht.

2800 Menschen im Wetteraukreis, hauptsächlich Männer, haben den sogenannten „Kleinen Waffenschein“. Sechs sogenannten „Reichsbürgern“ sowie Leuten, die dem rechtsradikalen Milieu zuzuordnen sind, wurde seit dem vergangenen Jahr die waffenrechtliche Erlaubnis entzogen.

Das teilt die Kreisverwaltung in Zusammenhang mit den Aufgaben der Unteren Jagdbehörde mit. Die sei nämlich zuständig für die Erteilung von Waffenscheinen.

Die Untere Jagdbehörde sei mit der Waffen-, der unteren Fischereibehörde und dem Bereich Gewerberecht im Fachdienst Ordnungsrecht der Kreisverwaltung zusammengefasst, heißt es in der Mitteilung. Der Kleine Waffenschein berechtigt ausschließlich dazu, sogenannte Gas- oder Schreckschusswaffen mit sich zu führen, die ab 18 Jahren frei zu kaufen sind. Er werde nur an Personen ausgegeben, die strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten sind, was von der Friedberger Kreisbehörde alle drei Jahre geprüft werde.

Große Waffenscheine, die das Führen von scharfen Waffen in der Öffentlichkeit erlauben, bekommen nur besonders gefährdete Personen. Derzeit gebe es jedoch niemanden im Wetteraukreis, der dies erfülle, heißt es.

Jäger und Sportschützen haben dagegen eine Waffenbesitzkarte. Sie berechtigt nur zum Besitz, nicht aber zum Mitführen der Waffe in der Öffentlichkeit. Sportschützen müssen ihre Waffen auf dem Weg zum Schießstand immer ungeladen und in einem verschlossenen Behältnis transportieren.

Jäger dürfen ihre Waffe zur Jagdausübung und auf dem Weg dorthin auch führen. Dazu berechtigt sie der Jagdschein. Wer unzuverlässig ist, verliert ihn. Waffenrechtliche Erlaubnisse und auch der Jagdschein werden entzogen, wenn der Betroffene unzuverlässig oder straffällig geworden ist, oder einer verbotenen Vereinigung angehört.

Auch eine Drogen- oder Alkoholabhängigkeit sei mit dem Besitz einer Waffe nicht vereinbar, heißt es in der Mitteilung aus der Kreisverwaltung. 

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