Friedberg

Rad statt Auto

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Der Kreis tritt der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen bei. Damit soll der öffentliche Nahverkehr und vor allem das Fahrrad stärker in den Fokus gerückt werden.

Auf Vorschlag von Landrat Jan Weckler (CDU) ist der Wetteraukreis der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) beigetreten. Ihr Ziel sei die stärkere Verknüpfung von Fuß-, Rad-, Schienen- und öffentlichem Personennahverkehr und deren Attraktivitätssteigerung, heißt es aus dem Landratsamt.

In einer Umfrage 2015 hätten 82 Prozent der Befragten gefordert, dass mehr für den Radverkehr getan werden müsse. Gleichzeitig sei aber jede zweite Autofahrt kürzer als fünf Kilometer und jede dritte sogar kürzer als drei Kilometer. Entfernungen, die mit dem Rad schneller zurückzulegen seien, heißt es.

In der AG arbeiteten Kommunen, Landkreise und andere Organisationen zusammen, um praxistaugliche Konzepte zu erarbeiten, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Aktuell seien 163 hessische Kommunen, zwölf Landkreise sowie 50 weitere Institutionen, Organisationen, Hochschulen und Nahverkehrsgesellschaften Mitglied der AGNH. Aus der Wetterau seien bereits Bad Vilbel, Friedberg, Karben, Ortenberg und Rosbach Mitglied.

Seit 25 Jahren entwickele der Wetteraukreis ein eigenes Radwegenetz. Immerhin gebe es mehr als 1000 Kilometer ausgewiesene Radwege, häufig auf Wegen, die Radnutzer sich mit der Landwirtschaft teilen müssten. Nachdem jahrelang der Aspekt der Freizeitnutzung des Fahrrads und die Steigerung der touristischen Attraktivität im Vordergrund gestanden hätten, solle jetzt der Alltagsverkehr stärker in den Fokus gerückt werden. „Voraussetzung für eine zügige, sichere und komfortable Nahmobilität für alle Nutzergruppen ist eine geeignete Infrastruktur“, heiße es dazu in der Charta der AGNH. jo

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