Friedberg

Problem „Elterntaxi“

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Experten beraten, wie sie dem allmorgendlichen gefährlichen Chaos vor vielen Grundschulen Herr werden können.

Zugeparkte Zufahrten, Geh- und Radwege, Kreuz- und Querparken, Herumrangieren, kein Vor, kein Zurück mehr: Mit dem morgens vor vielen Wetterauer Schulen nervigen Problem der so genannten Elterntaxis befassten sich jetzt auf Einladung der Kreisverkehrswacht Kreis, Schulamt, Schulen, Polizei und Kommunen.

Viele überbesorgte Eltern würden ihre Sprößlinge am liebsten mit dem Auto bis ins Klassenzimmer fahren, heißt es in einer Mitteilung des Wetteraukreises. Das sorge immer wieder für gefährliche Situationen. „Die Gründe sind individuell durchaus nachvollziehbar, aber in ihrer Gesamtheit verursachen sie eben erhebliche Probleme“, so Verkehrswacht-Vorstand Heinz Euler.

Laut Schuldezernent Jan Weckler (CDU) steckt der Kreis in diesem Jahr weitere 500 000 Euro in sicherere Schulwege. Aber ein Verkehrziehungsauftrag liege auch im Elternhaus. „Mama- oder Papataxi ist nicht automatisch die bessere Alternative.“ Viele Studien besagten, dass sich Kinder ohnehin zu wenig bewegen. Insofern sei es gut, in die Schule zu laufen. Mit Druck sei aber wenig zu erreichen. Laut Polizeipräsident Bernd Paul bedeuten Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, nicht mehr, sondern weniger Sicherheit. Es kämen mehr Kinder bei der Fahrt zur Schule zu Schaden als auf dem Schulweg.

Es bräuchte Konzepte, um den Elterntaxiverkehr vor den Grundschulen zu reduzieren. Hol- und Bringzonen in etwa 250 Metern Entfernung könnten eine Lösung sein. Die Standorte müssten freilich sorgsam ausgewählt werden, um nicht neue Risiken zu schaffen. Auch die Anwohner seien einzubinden. Wichtig sei auch, die Schulwegehauptachsen so auszubauen, dass sie von Grundschülern bewältigt werden können.

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