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Ovag warnt vor betrügerischen Anrufen

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Zunächst klingt das einladend: Am Telefon meldet sich eine Stimme, die nicht nur Sympathie, sondern auch scheinbare Sachkenntnis vermittelt. Man wisse doch sicherlich um die enorm gestiegenen Energiepreise, es drohe gar eine Abschaltung von Strom und Gas, wird im Laufe des Gesprächs ein bedrohliches Szenario aufgebaut, unterfüttert mit Zahlen und Fakten, die dem Zuhörer eingetrichtert werden.

„Bei solchen Anrufen handelt es sich meist um Betrüger“, warnt Holger Ruppel, Vertriebsleiter beim Energieversorger Ovag. „Kein seriöses Unternehmen wird in dieser Art und Weise - und das auch noch am Telefon - seine Kunden überfallen.“

Im Laufe des Gesprächs versucht der Anrufer, Sympathie und Vertrauen aufzubauen, den Angerufenen in gleichem Atemzug aber auch zu verunsichern, um ihm sodann Name, Anschrift und vor allem die Zählernummer zu entlocken.

„Wer nicht gleich auflegt“, sagte Andreas Matlé, Pressesprecher der Ovag, „sollte zur Sicherheit nach dem dubiosen Anruf Post, E-Mails und SMS genau prüfen, ob nicht doch Unterlagen für einen nicht gewünschten Wechsel des Energieversorgers eingetroffen sind“. Sollte das so sein, dann habe jeder Verbraucher ein 14-tägiges Widerspruchsrecht, schreibt die Ovag in ihrer Pressemitteilung. Die Bundesnetzagentur rät, den Widerruf per Einschreiben zu schicken und den bisherigen Anbieter zu kontaktieren.

„Allerdings: Falls die neuen Anbieter über den Telefonkontakt den alten Vertrag des Kunden gekündigt haben, ist es häufig nicht möglich, diesen alten Vertrag wiederherzustellen und zu den früheren Bedingungen weiterlaufen zu lassen“, heißt es weiter vonseiten der Ovag. „Umso mehr ist Vorsicht bei nicht erwarteten und nicht erwünschten Anrufen mit Angeboten geboten. Denn oft sind ‘unschlagbare Preise’ mit Vorauszahlungen, undurchsichtigen Boni und im Kleingedruckten verankerten enormen Preissteigerungen versteckt.“

Nähere Informationen gibt es bei der Ovag unter Tel. 0 60 31/820. red

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