Friedberg

Modernes Lernen

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Knapp 20 Millionen Euro aus dem Digitalpakt werden über fünf Jahre verteilt in die Digitalisierung der Schulen investiert.

Zur Digitalisierung von Schulen kann der Kreis künftig 19,5 Millionen Euro mehr investieren. Das Geld kommt aus dem von Bund und Ländern geschlossenen Digitalpakt, dessen Gesamtvolumen fünf Milliarden Euro beträgt. Die Förderung für den Wetteraukreis wird in Raten von knapp vier Millionen Euro über fünf Jahre gestreckt. Unabhängig vom Digitalpakt werden im kommenden Jahr die ersten 37 Schulstandorte mit Glasfaseranschlüssen versorgt, heißt es von Landrat und Schuldezernent Jan Weckler (CDU).

„Seit Anfang Dezember liegt uns die Förderrichtlinie des Landes Hessen vor. Auf dieser Grundlage können wir konkret festlegen, wie die Mittel verwendet werden“, notiert Weckler. Aktuell schreibe der Kreis am Medienentwicklungsplan 2020-2024. Darin werde der Ist-Zustand der digitalen Schulausstattung erfasst und eine Ausbaustrategie festgelegt. Beteiligt sind die bestehende IT-Steuerungsgruppe aus Kreis und Staatlichem Schulamt, Vertretern aller Schulformen sowie dem Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH.

Die Arbeit der Steuerunggruppe sei mit Blick auf den Digitalpakt bereits im August angelaufen. Entsprechend den Vorgaben des Digitalpakts seien in mehreren Workshops Ausstattungsstandards für den „Klassenraum der Zukunft“ entwickelt worden, teilt Weckler mit. Der Medienentwicklungsplan könne daher schon im ersten Halbjahr 2020 fertiggestellt und in den Kreis-Gremien beraten werden.

Allerdings kann der Plan kein beliebiger Wunschzettel werden. Die Förderrichtlinien setzen bei den Prioritäten klare Vorgaben. An erster Stelle steht der Ausbau der IT-Infrastruktur samt WLAN, darauf folgt interaktive Präsentationstechnik. Die Beschaffung mobiler Endgeräte ist nur sehr eingeschränkt möglich, heißt es. Auf Anfrage teilt der Kreis mit, dass im Zuge des Medienentwicklungsplans 2015-2019 der Bestand an Notebooks, iPads, PCs sowie Präsentationsgeräten jedoch auf 11 000 Geräte erhöht worden sei. Zurzeit teilten sich im Schnitt 5,7 Schüler einen Computer. Laut einer Studie des Bildungsmonitors liege der Bundesdurchschnitt hingegen bei 11,5 Schülern.

Die 19,5 Millionen Euro aus dem Digitalpakt verteilen sich auf zwei Bereiche. Rund zehn Millionen Euro werden in den kommenden fünf Jahren für die IT- und Elektroverkabelung sowie den WLAN-Ausbau gesteckt, heißt es. Der Rest wird etwa in elektronische Schultafeln und auch in Tablets angelegt.

Vom Geld aus dem Digitalpakt werden keineswegs vordringlich die weiterführenden Schulen mit höheren Abschlüssen profitieren. Alle Schulformen sollen in ihrer IT-Ausstattung verbessert werden, angefangen bei der Grundschule.

In welcher Reihenfolge die Schulen in den Genuss der Investition kommen und wie das Prozedere der Antragstellung ist, soll Anfang des neuen Jahres geklärt werden, heißt es vom Kreis.

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