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Die Jugendstilfassade des Alten Hallenbads in der Haagstraße soll bis Ende 2023 wie einst wieder im frischen Gelb strahlen. Foto: Michael Schick
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Die Jugendstilfassade des Alten Hallenbads in der Haagstraße soll bis Ende 2023 wie einst wieder im frischen Gelb strahlen.

Friedberg

Millionen für das Alte Hallenbad in Friedberg

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Bund und Stadt geben Geld für den letzten Bauabschnitt. Künftig soll es mehr Platz für das Publikum geben.

Beim Ausbau des Alten Hallenbads zu einem Kulturzentrum hat die letzte Runde begonnen. Die Bundesbauverwaltung hat jetzt den bereits 2019 in Aussicht gestellten Zuschuss in Höhe von 1,45 Millionen Euro für den finalen fünften Bauabschnitt verbindlich zugesagt, wie die Gesellschaft der Freunde des Theaters Altes Hallenbad meldet. Damit kann der Verein gleichfalls mit den 1,85 Millionen Euro von der Stadt rechnen, die das Parlament schon bewilligt hat. Mit den in Summe 3,3 Millionen Euro, ungefähr auch der Betrag, der bis dato verbaut worden ist, kann nun einer der dicken baulichen Brocken des Projekts angegangenen werden, die bauliche Anpassung für bis zu 350 Besucher - zurzeit passen 150 in das Haus.

Was noch alles an dem denkmalgeschützten Jugendstilbau zu tun ist, bedarf laut Vereinsvorsitzenden Uli Lang keiner langen Planung mehr. „Der fünfte Bauabschnitt soll baldmöglichst beginnen. Die Vorbereitungen wie die Feinplanung laufen bereits bei der Stadt“, sagt Lang. Schon 2019 habe es vom Bund eine inoffizielle Zusage für das Geld gegeben, was die Vorarbeiten am Laufen gehalten habe. Laut Förderauflage muss der Umbau bis Ende 2023 durch sein.

Das Schwimmbad

1909 wurde das Bad eröffnet. 1963 wurde es modernisiert, dabei soll es von seinem alten Flair einiges eingebüßt haben.

Mit Öffnung des Usa-Bads Ende der 70er Jahren, wurde es geschlossen.

1980 fanden sich Bürger zusammen, um das Gebäude zu retten, seit 2013 wird es bei laufendem Betrieb zu einer Kulturstätte umgebaut. sun

Damit in der Schwimmhalle mehr Personen Theater oder Konzerte erleben können, muss nicht nur im Parkett, unter dem noch unberührt das alte Becken liegt, Platz geschaffen werden, sondern auch auf der umlaufenden Galerie. Das geht jedoch nicht ohne bauliche Ertüchtigung. Des Weiteren werden ein Aufzug und moderne Bühnentechnik eingebaut.

„Alle Arbeiten erfolgen in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalschutz“, sagt Lang. Das gilt auch bei der weitgehenden Wiederherstellung der früheren Architektur wie das Öffnen zweier großer halbrunder Fenster, die 1964 zugemauert wurden. Zum Finale zählt gleichfalls das Neuanlegen des schäbig gewordenen Putz‘ der Fassade. „Das Gebäude soll, wie es ein Gutachter ermittelte, wieder den ursprünglichen gelben Ton erhalten“, sagt Lang. Das Hallenbad befand sich einst am Rande der Stadt und habe mit einem jugendstiltypischen Gelb auffallen wollen.

Zum Betrieb des Kulturzentrums gehört der Förderverein, die Theater Altes Hallenbad gGmbH und das für das Programm zuständige Team „Kulturtaucher“. Uli Lang sieht das Theater gut vorbereitet auf die künftig deutlich höhere Publikumszahl. Dies sei schon in der Bauplanung berücksichtigt worden, etwa bei den Parkplätzen, die es am Theater kaum gibt, dafür jedoch in einem nahen Parkhaus. Bislang stehen pro Jahr 50 Termine mit Schauspiel, Oper, Musik oder Lesungen an. Lang lässt durchblicken, dass das Programm später erweitert werde, auch um die Kapazität auszulasten, ohne in Konkurrenz mit umliegenden Kulturstätten wie dem TAF im benachbarten Bad Nauheim zu treten. Es werde weiterhin auf Kooperationen gesetzt, mit Kultursommer Mittel-Hessen oder der Kulturregion Rhein-Main.

„Heute läuft das Management 100 Prozent ehrenamtlich“, sagt Lang. Das werde künftig nicht mehr leistbar sein. Auch weil Geld verdient werden muss. Etwa weil als Gegenleistung für die 1,85 Millionen Euro von der Stadt die Betreiberin 18 Jahre für die Bauunterhaltung aufkommt. Laut Lang soll die Verwaltung mit einer Festanstellung besetzt werden. Weil Ehrenamtliche bei der Programmplanung eine andere Herangehensweise zutage legen, sollen sie nach 2023 weiter daran teilhaben, heißt es. Zurzeit sind Corona-bedingt aber auch im Alten Hallenbad die Lichter aus. Mit einem Funken Hoffnung ist das Februar-März-Programm auf nach Ostern verschoben worden.

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