Schon früh entdeckte Benjamin Fiedler seine Leidenschaft für die Filmkamera.

Friedberg

Krimi in Kleinformat

  • Anja Laud
    vonAnja Laud
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Benjamin Fiedler ist mit 21 Jahren schon Filmproduzent. Am Donnerstag hat sein Kurzkrimi „Leerstand“ auf YouTube Premiere.

Zwei Kleinganoven wollen als vermeintliche Mitarbeiter eines Umzugsunternehmens das Haus eines Bankers leer räumen, während dieser im Urlaub ist. Anfangs scheint ihnen der Coup zu gelingen, doch dann wird es brenzlig für die beiden. Wie „Leerstand“, der Kurzkrimi des Friedbergers Benjamin Fiedler ausgeht, will der Filmproduzent nicht verraten. Der Film hat am morgigen Donnerstag, 23. April, 16.30 Uhr, auf dem YouTube-Kanal des 21-Jährigen Premiere, und er ist nicht nur spannend, sondern auch professionell gemacht.

Benjamin Fiedler hat trotz seiner jungen Jahre als Filmemacher viel Erfahrung. Und das liegt nicht zuletzt an seiner Zielstrebigkeit. Seine Leidenschaft für den Film begann im Alter von 13 Jahren mit dem Kauf einer Kamera. Zunächst widmete er sich der Fotografie, Dann machte er Videos und entdeckte das Filmen für sich. „Man kann sehr viel mehr machen, man kann sich richtig austoben. Man muss sich ein Skript ausdenken, sich mit Bildgestaltung, Musik- und Soundeffekten beschäftigen, und Schauspieler für Rollen casten “, sagt der Friedberger.

Als er 2017 sein Abitur in der Tasche hatte, wusste er, was er danach machen wollte. Er wollte mehr Erfahrungen im Filmgeschäft sammeln. Dazu machte er zunächst ein einjähriges Praktikum bei einer Werbefilmproduktion in Frankfurt und wirkte an einem Film über den Hessentag 2017 in Rüsselsheim mit. Dann machte er sich selbstständig. Seit März dieses Jahres ist er in Dortmund als Filmproduzent für ein Reise-Portal tätig. Sein langfristiges Ziel: Er möchte eines Tages einen Spielfilm drehen.

Um diesem Traum näher zu kommen, ist Benjamin Fiedler dabei, sich ein Portfolio an Filmen der unterschiedlichen Genres aufzubauen, um sich damit an Filmhochschulen oder bei Produktionsfirmen bewerben zu können. Neben Musik-Videos und filmischen Porträts hat er im vergangenen Jahr eine Dokumentation über den Bunker Ilbenstadt, einem Zeitzeugnis aus der heißen Phase des Kalten Krieges, gedreht. Verlassene Gebäude faszinieren ihn. „Sie erzählen etwas über Geschichte, über die Menschen, die dort einmal gelebt haben“, sagt der Friedberger.

Noch mehr fasziniert ihn aber, sich selbst Geschichten auszudenken und sie filmisch umzusetzen. „Leerstand“ ist nicht der erste Kurzkrimi, den er realisiert hat. In „Im Keller wird es niemals Tag“ erzählt er von einer jungen Frau, die von einem Unbekannten entführt und in einem Keller eingesperrt wird. Und natürlich hat auch dieser Krimi ein überraschendes Ende.

Benjamin Fiedlers Filme  sind auf seiner Homepage und auf seinem YouTube-Channel zu sehen: benjaminfiedler.de

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