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Kalte Kirche in Wohnbach

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Die Wohnbacher Kirche bleibt in diesem bevorstehenden Winter kalt. Bereits ab kommenden Sonntag, 16. Oktober, wird der Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde ins Gemeindehaus verlegt, wie Pfarrerin Martina Belzer in einer Pressemitteilung schreibt.

„Da wir das Gas für die Kirchenheizung einsparen wollen, gehen wir dieses Jahr früher in den Gemeindesaal. Hier ist der Raum kleiner und niedriger, das Gebäude besser isoliert und wird mit Pellets statt mit Gas beheizt“, erklärt Belzer. Doch auch im Gemeindesaal soll die Heizung heruntergedreht werden. „Die meisten kommen ja sowieso in Jacke oder Mantel, da müssen wir nicht auf 25 Grad heizen. Normalerweise wird die Kirche ja auch zu den Gottesdiensten nicht über 18 Grad geheizt“, erläutert sie weiter.

Auch während der Gemeindeveranstaltungen wird die Heizung etwas heruntergedreht, nur für den Kreis der Seniorinnen soll die Temperatur nicht reduziert werden. „Ältere Menschen frieren leicht, sie sollen sich aber während des Beisammenseins wohlfühlen, deshalb machen wir eine Ausnahme“, sagt Kirchenvorstandsvorsitzende Renate Ludwig.

Einstimmig hatte sich der Kirchenvorstand für die Energiesparmaßnahme entschieden. „Wenn die Gefahr besteht, dass Menschen in ihrem Zuhause frieren, müssen wir handeln“, sagt die Pfarrerin. Auch für Beerdigungen soll keine Ausnahme gemacht werden, da starke Temperaturschwankungen der Orgel schaden würden. Im Trauerfall können die Angehörigen wählen, ob die Feier im Gemeindesaal, in der kalten Kirche oder gleich in der Trauerhalle stattfinden soll.

Noch nicht geklärt ist, wie an Weihnachten verfahren wird. Das Krippenspiel der Konfirmanden wird im Freien im Hofgut in Obbornhofen stattfinden. Da die Gruppe aus Bellersheimer, Obbornhofener und Wohnbacher Konfirmanden besteht, sei das Hofgut ein zentraler Ort für alle. Belzer ergänzt: „Selbst wenn wir wegen Corona wieder besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen müssen, können wir auf dem überdachten Freigelände das Krippenspiel aufführen. Das gibt uns auch Planungssicherheit“. red

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