1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wetterau
  4. Friedberg

Inspiration mit Akkordeon und Saxofon

Erstellt:

Kommentare

Wenn Rudi Katholnig Musik macht, dann hat er fast ein ganzes Orchester in den Händen. Denn das große Akkordeon, das er spielt, hat eine derart große Bandbreite an Akkorden und Harmonien, dass es nahezu orchestrale Dimensionen erreicht. Dabei zählt das Akkordeon zu den am meisten unterschätzen Instrumenten, wird von vielen vor allem mit Seefahrerromantik oder bayrischem Brauchtum in Verbindung gebracht.

Weit gefehlt. Das Akkordeon kann fast alles. Zusammen mit Hans-Peter Steiner und dessen Sopransaxofon lässt Katholnig Melodien erklingen, die eher selten zu hören sind, zumal in dieser Kombination. Denn Steiners Sopransaxofon sieht nur aus wie eine Klarinette, klingt bisweilen auch ähnlich, ist aber keine. Das Jazz-Duo Katholnik/Steiner tritt mit seinem Programm „First Inspiration“ am morgigen Samstag, 14. Januar, um 19.30 Uhr im Theater Altes Hallenbad auf.

Der Klang des Sopransaxofons liegt irgendwo zwischen Klarinette und Tenorsaxofon, was meist gespielt wird. Warum also die hellste Ausgabe des Saxofons? Zusammen mit dem Akkordeon klingt es eben am besten, sagen die beiden. Kein Instrument überdeckt den Klang des anderen, beide wirken sozusagen transparent, erzeugen neue Harmonien und aufregende Reibungen. Seit mehr als zehn Jahren spielen die beiden zusammen. Kennengelernt haben sie sich am Konservatorium in Klagenfurt, wo beide erst eine klassische Ausbildung machten, ehe sie ihre Vorliebe für den Jazz entdeckten. Diese musikalische Bandbreite ist auch in ihrem Programm »First Inspiration« hörbar. Neben Stücken des Jazz über Tango Nuevo bis New Musette bringen die beiden Österreicher auch eigene Kompositionen zu Gehör, was die Vielfalt an Melodien abrundet. Dabei erzeugen sie immer diesen unverwechselbaren Klang jenseits von dem, was von diesen Instrumenten zu erwarten wäre.

Karten und damit den Saisonstart gibt es im Ticket-Shop an der Burg, online unter www.ticket-shop-friedberg.de und an der Abendkasse. red

Auch interessant

Kommentare