Wetterau

Hilfe in Not bleibt aus

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Der Wetteraukreis nimmt keine auf See geretteten Flüchtlinge auf. Das entschied der Kreistag mehrheitlich. Die Hilfeleistung gefordert hatten die Grünen.

Der Wetteraukreis hätte der Vierte im Bunde sein können, der sich bereiterklärt, aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen. Bislang haben die Oberbürgermeister von Bonn, Düsseldorf und Köln dies kundgetan.

Die Grünen hatten am Mittwoch im Kreistag den Antrag eingebracht, dass die Wetterau es den nordrhein-westfälischen Städten gleichtue. Eine Mehrheit dafür fand sich nicht.

Die CDU habe sich lange überlegt, wie mit dem Antrag umzugehen sei, sagte Fraktionschef Sebastian Wysocki. Man sei zu dem Schluss gekommen, „es ist kein Thema im Kreistag“. Das Problem müsse auf europäischer Ebene gelöst werden. Laut Wysocki könnte eine Aufnahmebereitschaft zudem Schlepper motivieren, noch mehr Menschen in unsichere Booten übers Mittelmeer zu schicken.

Cäcilia Reichert-Dietzel (SPD) sagte, es dürfe nicht alles auf kommunale Ebene abgewälzt werden, dort werde bereits viel geleistet. „Jetzt stehen wir in der Aufgabe, die Flüchtlinge, die hier bleiben dürfen, zu integrieren.“

Thomas Zebunke (Grüne) sah in der Ablehnung die vertane Chance, dass der Wetteraukreis eine Vorreiterrolle für andere Landkreise einnimmt. sun

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