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Haftstrafen wegen Kindesmissbrauchs

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Das Landgericht Gießen hat einen 39-jährigen Mann aus dem Wetteraukreis und dessen ehemalige Lebensgefährtin unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und wegen des Besitzes kinderpornografischer Inhalte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Hauptverhandlung basierte auf einer Anklageschrift der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT), angesiedelt bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt.

In dieser sei dem Angeklagten unter anderem vorgeworfen worden, seit dem Jahr 2016 über das Internet vermehrt Dateien mit kinderpornografischen Inhalten bezogen und weiterversandt zu haben, heißt es in einer Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft. Darüber hinaus soll er zwischen 2018 und 2021 seine zur Tatzeit zwischen sechs und acht Jahre alte Tochter mehrfach sexuell missbraucht und davon Bild- und Videoaufnahmen gemacht haben.

Seiner mitangeklagten ehemaligen Lebensgefährtin wurde unter anderem zur Last gelegt, sich ab Herbst 2020 an den sexuellen Übergriffen auf die Tochter des Angeklagten beteiligt zu haben. Zudem soll sie im Besitz kinderpornografischer Dateien gewesen sein. Die Vertreterin der ZIT beantragte, gegen den Angeklagten eine Freiheitsstrafe in Höhe von zwölf Jahren und acht Monaten sowie gegen die Mitangeklagte eine Freiheitsstrafe in Höhe von fünf Jahren und zehn Monaten zu verhängen. Das Landgericht Gießen sah die Tatvorwürfe fast vollumfänglich bestätigt und verurteilte den Angeklagten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwölf Jahren, die Mitangeklagte zu vier Jahren. Vor Gericht räumten beide Angeklagten die Tatvorwürfe ein und legten umfangreiche Geständnisse ab. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig. red

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