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Geflügel darf wieder nach draußen

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Anfang November waren in einem Putenbetrieb in Utphe zahlreiche Tiere an der hochansteckenden Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, gestorben. Um eine Verbreitung der Seuche zu verhindern, wurde eine Sperrzone um den betroffenen Betrieb eingerichtet, die bis in den Wetteraukreis reichte. Die Maßnahme zeigte Erfolg: Die Sperrzone und die damit verbundene Aufstallungspflicht könnten ab sofort aufgehoben werden.

Das teilte der Wetteraukreis am Montag mit. Die Sperrzone, die bereits am 1. Dezember aufgehoben worden war, bestand aus einer Schutzzone im Umkreis von drei Kilometern um den Betrieb und einer Überwachungszone im Zehn-Kilometer-Radius. In der Schutzzone seien alle Geflügelbestände, in der Überwachungszone rund fünf Prozent tierärztlich untersucht und Proben gezogen worden. Diese Untersuchungen hatten laut Kreis gezeigt, dass eine Verbreitung dieses Geflügelpest-Ausbruchs verhindert werden konnte.

Dafür hatte das Veterinäramt im Wetteraukreis bereits Anfang November eine Reihe von Maßnahmen angeordnet. So mussten in beiden Zonen alle gehaltenen Vögel in besonderen Einrichtungen - beispielsweise geschlossenen Ställen - untergebracht werden, um Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden. Außerdem durften lebende und tote Vögel sowie Erzeugnisse wie beispielsweise Eier nicht mehr ohne eine entsprechende Ausnahmegenehmigung aus der Sperrzone entnommen werden. Alle erkrankten Vögel mussten - vor allem bei erhöhter Sterberate - dem Veterinäramt gemeldet werden.

Nun, da diese Maßnahmen aufgehoben worden sind, darf das Geflügel wieder nach draußen. Der Wetteraukreis rät dennoch: Vogelhalterinnen und Vogelhalter sollten weiterhin vorsichtig sein, um die eigenen Tiere zu schützen. „Aktuell werden bundesweit zahlreiche Ausbrüche der Geflügelpest in Hobby-Geflügelhaltungen festgestellt“, heißt es weiter. Mehrere stünden im Zusammenhang mit Ausstellungen, über welche die Geflügelgrippe verbreitet worden sei. Aufgrund der aktuellen Seuchenlage rät das Veterinäramt des Wetteraukreises deshalb dazu, von der Teilnahme an Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art abzusehen. red

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