Das sieht nicht spaßig aus? Spiel, Spaß und Spannung stecken in den Kartons!
+
Das sieht nicht spaßig aus? Spiel, Spaß und Spannung stecken in den Kartons!

Spielemacher

Friedberg: Per Videoschalte durch die Spiele-Fabrik

  • Jakob Maurer
    vonJakob Maurer
    schließen

Die Corona-Pandemie ist auch die Zeit der Brettspiele - in Friedberg entstehen sie reihenweise. Jetzt gibt es einen Blick hinter die Kulissen.

Der Keltenfürst vom Glauberg in der Wetterau ist verstorben. Doch wer wird auf ihn folgen? Mit einem sich anbahnenden Machtkampf beginnt eine der zahlreichen Geschichten aus Antike, Mittelalter, Wildem Westen oder dem Reich der Fantasy, die von Friedberg aus auf Spielbrettern, Holzwürfeln und Handkarten spielend ihren Weg in die Welt finden.

„Celtic“ heißt das neue Familienspiel über die keltische Vergangenheit Hessens aus dem Hause „Pegasus Spiele“. Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der „Ferien zu Hause“-Aktion können es beim digitalen Besuch der Pegasus-Zentrale selbst ausprobieren – und davor bei einer Führung erfahren, wie ein Spiel von der Idee bis zur fertigen Box entsteht, bevor es auf den Wohnzimmertischen landet.

Das Spiel „Celtic“ spinnt sich um historische Begebenheiten und Personen der Keltenzeit.

Brettspiele haben sich in den vergangenen Jahren immer stärker weiterentwickelt. Klassiker wie „Monopoly“, „Risiko“ und „Mensch ärgere Dich nicht“ sind zwar weiterhin beliebt. Doch immer mehr kreative Ideen begeistern Spielerinnen und Spieler. Fantastische und historische Welten aus Karton, Holz und Kunststoff fordern sie mit kniffligen Rätseln, strategischem Denken, Geschicklichkeitsübungen heraus – oder machen schlicht Spaß. Hunderte neue Titel erscheinen jedes Jahr in Deutschland bei Verlagen wie „Ravensburger“, „Amigo“, „Kosmos“ oder „Schmidt Spiele“.

Verlosung

Heute verlost die FR eine digitale Führung durch die Räume der Pegasus Spiele in Friedberg, anschließend spielen die Teilnehmer virtuell zusammen. Führung und Spielenachmittag finden am 23. Juli um 16 Uhr statt. 

Die technischen Voraussetzungen für die Teilnahme sind: Computer oder Laptop, Maus, Webcam und eine stabile Internetleitung; eventuell ein Headset. Im Umgang damit sollten Teilnehmer sicher sein, weitere Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Wenn Sie an diesem Termin Zeit haben, dann bewerben Sie sich einfach unter www.fr.de/gewinnspiel mit Angabe des Stichwortes, das Sie im E-Paper (für FR+-Leser kostenfrei) oder in der Zeitung vom 18.7. finden.  Einsendeschluss ist der 19. Juli, 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nur Gewinner werden benachrichtigt. fr

Auch die Corona-Pandemie stoppte diese Entwicklung nicht, erzählt Clemens Schnitzler von „Pegasus Spiele“. Zwar mussten wegen der Beschränkungen des öffentlichen Lebens Spiele-Geschäfte schließen, doch die Bestellungen nahmen laut Schnitzler zu. Normalerweise falle die Branche im März nach dem brummenden Weihnachtsgeschäft und den dunklen und kalten Monaten, in der häufiger drinnen gespielt wird, rechtzeitig zum Frühling in ein Loch. Und laut Schnitzler ist diese Verschnaufpause für die Unternehmen auch nicht unwillkommen. Man könne sich dann um das kümmern, was liegen geblieben ist, und neue Spielideen auf den Weg bringen. „Doch diese Pause“, erklärt Schnitzler, „hatten wir dieses Jahr nicht.“ Stattdessen mussten zusätzliche Logistikerinnen und Logistiker eingestellt werden und waren abwechselnd drei Schichten am Tag im Einsatz, um der Nachfrage hinterherzukommen.

Im Lager brummt es weiterhin: Clemens Schnitzlers Rundgang geht von den Bürogängen durch ein, zwei Türen – und plötzlich blickt man von einer Plattform in die große Halle. Dutzende meterhohe Regale türmen sich hier auf und unten kurven Gabelstapler sowie Arbeiterinnen und Arbeiter mit Sackkarren und Hubwagen durch die Gänge, um die nächste Lieferung zusammenzustellen.

Normalerweise würde Schnitzler seinen Gästen beim Eintreten in die Lagerhalle selbstverständlich die Türe aufhalten – am nächsten Samstag, wenn die Leserinnen und Leser mit „Ferien zu Hause“ zu Gast sind, jedoch nicht. Nicht weil Schnitzler einen schlechten Tag hat, sondern weil die digitale Besuchergruppe die Führung von zu Hause aus erleben werden. Per Videoschalte über den Videokonferenz-Anbieter „Zoom“ geht es durch die Spiele-Fabrik. „Hier zeigen wir, was wir so alles im Programm haben“, kündigt Schnitzler an. Die technischen Voraussetzungen: ein Computer oder Laptop mit Webcam und optimalerweise ein Headset. Dazu eine Maus und eine stabile Internetleitung.

„U-Boot“ ist eines von Clemens Schnitzlers Lieblingsspielen. Mit einer Kollegin leitet er die Führung und moderiert das Spiel.

Um die Geschichte vom verstorbenen Keltenfürsten, die von der lebensgroßen steinernen Statue inspiriert ist, die ein Geschichtsverein 1996 in der Wetterau aus einem Acker buddelte, wird es dann im Anschluss an die Führung gehen. Über die digitale Spieleplattform „Tabletopia“ werden die Teilnehmenden bei „Celtic“ in Gruppen von bis zu vier Spielerinnen und Spielern ausfechten, wer Nachfolger des Keltenfürsten wird. Schnitzler wird mit einer Kollegin die Gruppen anleiten und das einsteigerfreundliche Spiel erklären. „Und wenn die Teilnehmer danach weiter Lust haben“, verspricht er, „dann haben wir mehr in petto.“

Mehr zum Thema

Kommentare