Friedberg

Friedberg: Integration durch Bildung

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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Nach vier Jahren läuft das Förderprojekt „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ aus. Einiges sei erreicht worden, teilt der Kreis mit.

Seit September 2016 arbeitet Anna Möller als Bildungskoordinatorin im Wetteraukreis. Doch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ läuft Ende August aus.

Wie der Kreis in einer Mitteilung berichtet, sei anfangs die wichtigste Aufgabe gewesen, eine Übersicht über die Angebote und Initiativen zu erstellen sowie die verschiedenen Bildungsträger miteinander zu vernetzen.

Für Zugewanderte sei vor allem der Erwerb der deutschen Sprache der Schlüssel zur Integration, heißt es. Daher wurde 2017 die erste Bildungskonferenz im Wetteraukreis mit dem Titel „Sprache als Schlüssel zur Integration“ veranstaltet, an der die unterschiedlichsten Akteure teilnahmen.

Im Dezember 2017 wurde dann der „Wegweiser zu Bildungs- und Beratungsangeboten“ auf den Weg gebracht, der die Angebote zusammenfasst.

Was folgte, war der Fachtag „Integration Geflüchteter Frauen: Teilhabe, Bildung und Arbeit“, den die Bildungskoordinatorin den Angaben zufolge gemeinsam mit anderen Akteuren des Kreises im August 2018 organisierte: In der zweiten Förderperiode von September 2018 bis August 2020 standen die Integration von Frauen sowie die Erwachsenenbildung im Fokus.

„Deutlich wurden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppe Frauen und auch, welche Bedarfe es im Wetteraukreis zu diesem Thema noch gibt“, betont die Kreisverwaltung. „Insbesondere die Betreuung von Kindern erschwert es den Frauen, an Sprachkursen teilnehmen zu können.“ In der Veranstaltung „Female Empowerment“ im September 2019 bildete daher die Frage, wie Integration von neuzugewander-ten Frauen gelingen kann, den Ausgangspunkt. Mit „Ankommen in der Wetterau“ gibt es beispielsweise einen Kurs für Frauen mit integrierter Kinderbetreuung. Zudem organisieren Ehrenamtliche in den Kommunen Frauentreffs.

Entworfen wurde auch eine Plakatreihe zum Thema „Schutz vor Gewalt“, dies zusammen mit den Gewaltschutzvereinen, der Sozialarbeit in Flüchtlingsunterkünften, dem Fachdienst Frauen und der Fachstelle Migration. Die Reihe soll Frauen über ihre Rechte in Deutschland informieren und darin bestärken diese wahrzunehmen.

Landrat Jan Weckler (CDU) zeigt sich zuversichtlich, was die Weiterführung des Erreichten auch ohne die Bildungskoordination betrifft. „Auf dieser Grundlage können die Kooperationspartner ihre erfolgreiche Arbeit mit den Neuzugewanderten fortsetzen“, sagt er. Das Thema sei „nachhaltig implementiert“ worden. pz

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