Friedberg

Eier für den Arterhalt

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Ausgewilderte Jungfasane sollen die Population stärken. Bestand ist seit Jahren bedroht.

Mit dem Auswildern von elf Jungfasanen soll die Population der Tiere im Bereich um Dorheim stabilisiert und die Artenvielfalt erhöht werden, informiert der Naturschutzbund (Nabu) Deutschland. Die Jungtiere wurden im Revier von Jagdpächterin Kathrin Schäfer ausgesetzt. Sie kaufte die befruchteten Fasaneneier, die eine Hühnerglucke letztlich ausbrütete.

Aus den 14 Eiern seien elf Küken geschlüpft, vier Hähne und sieben Hennen. Damit die Tiere ihre angeborene Scheu während der Aufzucht nicht verlieren, wuchsen sie in einem Freigehege weitgehend ohne Kontakt zum Menschen heran. Vor dem Auswildern wurden die Vögel beringt. „Wie die jungen Fasane durch die Landschaft wandern und sich verteilen, ist noch unbekannt“, sagt Axel Müller vom Nabu Friedberg. Die Vogelschutzwarte habe daher Interesse an dem Projekt angemeldet, heißt es. Der Nabu Friedberg werde das Monitoring begleiten, heißt es.

Der Fasan ist wie das Rebhuhn ein Laufvogel, der nur bei Gefahr kurze Strecken fliegt, etwa auf einen Baum. Zumeist lebt er versteckt in der Landschaft, was das Beobachten und Zählen des Bestands erschwere, so Müller.

Die einst in der Wetterau verbreiteten Fasane und Rebhühner seien zunehmend gefährdet. Eine Ursache liege im fortschreitenden Siedlungsbau. Beide Vogelarten seien Zivilisationsflüchter. Obendrein werde der Bestand von Fuchs, Marder und dem sich stark vermehrenden Waschbär bedroht, sagt Müller. sun

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