Wetterau

Besser im Alltag radeln

  • Petra Zeichner
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Bei der Fortschreibung des Radverkehrsplans für den Wetteraureis liegt ein besonderes Augenmerk auf den Landwirtschaftswegen. Sie sollen für Radler alltagstauglicher werden.

Wer alltäglich durch die Wetterau radelt, kommt besser durch. Er hoppelt nicht mehr über Schlaglochpisten auf landwirtschaftlichen Wegen und muss auch keine zeitraubenden Umwege mehr fahren. Das sind freilich vorerst Visionen davon, wie „das Fahrrad ein alternatives Verkehrsmittel zum Auto im Alltag werden“ kann. „Hier gibt es noch einiges zu tun.“

So formuliert es der Wetteraukreis und weist damit darauf hin, dass der Radverkehrsplan für den Wetteraukreis derzeit fortgeschrieben wird. Der Radverkehr dürfe nicht nur aus touristischer und sportlicher Sicht betrachtet werden, betont Landrat Jan Weckler (CDU).

Um das eingangs Genannte zu erreichen, arbeitet der Kreis mit Kommunen und Verbänden zusammen. „Wir brauchen eine übergeordnete Planung und die Umsetzung aus einem Guss mit allen Beteiligten“, so Weckler. Zu den Beteiligten gehören vor allem auch die Kommunen. Denn auf die kommt es etwa an, wenn die sogenannte Kurze Wetterau, ein Radschnellweg, ausgebaut werden soll. Diese auch schon von Wecklers Amtsvorgänger Joachim Arnold favorisierte Nord-Süd-Verbindung – von Butzbach über Bad Nauheim, Friedberg, Wöllstadt, Karben und Bad Vilbel, mit Anschluss nach Frankfurt – würde nämlich über kommunale Radwege verlaufen.

„Bei der Realisierung der Kurzen Wetterau freilich sind die Kommunen gefragt“, heißt es denn auch in der Mitteilung.

Die landwirtschaftlichen Verkehrswege stehen deshalb ganz vorne an bei der Planung, weil der größte Teil der rund 1000 Kilometer Radwege im Kreis darauf verläuft. Was auch der Grund dafür ist, dass sie selten im Sinne der Radler verlaufen und diese mitunter Umwege fahren müssen, um ihr Ziel zu erreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass solche landwirtschaftlichen Wege gerne auch als Schleich- oder Promillewege genutzt werden, was zu manch unliebsamen Begegnungen führt. Auch sind die Wege mit maximal drei Metern Breite zu schmal, als dass sich Mähdrescher und Radfahrerin ungehindert aneinander vorbei bewegen könnten.

Mindestens vier Meter breit sollen die Radwege deshalb dort werden, wo die Landwirtschaft sie mitbenutzt. Zuerst soll das innerhalb der Kommunen erfolgen, die am geplanten Radschnellweg liegen.

Das Planungs- und Ingenieurbüro Cooperative Infrastruktur und Umwelt mit Büros in Reinheim und Kassel ist mit der Fortschreibung des Radverkehrsplanes aus dem Jahr 2005 beauftragt.

Die Cooperative hat den Angaben zufolge bereits Erfahrung in der Region gesammelt. Schon 1993 erstellte sie das Radverkehrskonzept für den Wetteraukreis. pz

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