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Bad Vilbel

Freies W-Lan in der ganzen Stadt

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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Die CDU will in der kommenden Wahlperiode viele bereits angestoßene Projekte fortsetzen. Im Wahlprogramm der Christdemokraten finden sich aber auch einige neue Vorschläge. Flächendeckendes und kostenloses WLAN in der gesamten Stadt zum Beispiel.

Von Erleichterung darüber, dass die AfD in Bad Vilbel nicht antritt, mag der CDU-Vorsitzende Tobias Utter nicht so recht sprechen. Aber gut findet er das trotzdem. Denn mit der neuen Partei wäre der Wahlkampf vermutlich überlagert worden von Themen, die gar nicht in Bad Vilbel entschieden würden, sagt er. Um genau die aber gehe es ja bei der Kommunalwahl. Gestern hat die CDU ihr Programm für die Zukunft der Stadt vorgestellt. Die FR hat zentrale Vorschläge zusammengefasst.

Innenstadt: In den kommenden Jahren soll die Sanierung der Frankfurter Straße fortgesetzt werden. Auch der Eingangsbereich nahe des Südbahnhof-Kreisels, wo die Stadt kürzlich das „Woolworth-Gebäude“ gekauft hat, soll umgestaltet werden. Ziel der CDU ist es durch Möblierung und Beleuchtung die Aufenthaltsqualität zu steigern. Die Eisbahn im Kurpark soll auch in den kommenden Jahren im Winter angeboten werden.

Digitales: Unter dem Schlagwort „Digitale Stadt Bad Vilbel“ will die CDU zusammen mit dem Verein für Stadtmarketing ein flächendeckendes und kostenfreies W-Lan aufbauen. Es soll sich über das gesamte Stadtgebiete und in die Ladenlokale hinein erstrecken. Möglich sein soll das durch das Zusammenspiel des Handels und der Stadtverwaltung. Auch die Entwicklung eines Online-Marktplatzes schlägt die CDU vor. Weiterhin will sie sich für eine Bad-Vilbel-App einsetzen, die aktuelle Informationen mit Kontaktmöglichkeiten zur Verwaltung, einen Veranstaltungskalender und einen Schadensmeldeservice bieten soll.

Finanzen: In der nächsten Wahlperiode will die CDU die Schulden im städtischen Haushalt von derzeit rund 50 Millionen Euro vollständig tilgen. Möglich sein soll das über den Verkauf von Grundstücken. Schon 2016 will sie dadurch rund 20 Millionen Euro einnehmen. Zu den 74,3 Millionen Euro Schulden, die der städtische Eigenbetrieb Ende 2016 haben wird, äußert sich die CDU dabei nicht. Die Straßenbeitragssatzung, die wegen des Defizits im Haushalts eingeführt werden musste, soll so bald wie möglich aufgehoben werden.

Jugend: Das auf dem Heilsberg geplante Jugendhaus, dessen Bau schon lange diskutiert wird, soll in der kommenden Wahlperiode begonnen und fertiggestellt werden. Das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen soll künftig honoriert werden, indem Inhaber der Jugendleitercard und der Ehrenamtscard ermäßigten Eintritt in städtische Einrichtungen, ins Open-Air-Kino und zu den Burgfestspielen bekommen.

Kinderbetreuung: Den Ausbau von Nachmittagsbetreuung in Kooperation zwischen Schulen und Vereinen will die CDU fördern. Sollten weitere Kitas benötigt werden, soll freien Trägern die Trägerschaft vorrangig angeboten werden.

Kultur: Das Open-Air-Kino soll weitergeführt werden, solange das derzeitige Freibad noch in Betrieb ist. Nach der Fertigstellung des Wellness-Bads und des angedachten Außenbeckens, soll für das Kino ein passender neuer Standort gesucht werden. Unterstützen will die CDU den Ausbau der Kunstschule.

Inklusion: Ein gewählter Behindertenbeauftragter soll künftig die städtischen Gremien beraten und Anlaufstelle für Betroffene und ihre Familien sein.

Kurhaus: Nach der Schließung des derzeitigen Hallenbads, die für Anfang 2018 erwartet wird, will sich die CDU das Kurhaus vornehmen. Dort soll nach ihrem Willen ein moderner und barrierefreier Veranstaltungsort mit bis zu 800 Plätzen entstehen. Prüfen möchte sie, ob ein solcher Saal als Anbau hinter dem Kurhaus errichtet werden soll. In jedem Fall will sie die Holztreppe austauschen, damit die Brandschutztreppen außen abgebaut werden können.

Feuerwehr: Unbedingt erhalten bleiben sollen die Stadtteilfeuerwehren. In Heilsberg und Gronau sind bereits neue Feuerwehrhäuser in Planung. Auch der Feuerwehrstützpunkt in der Kernstadt muss laut CDU dem Wachstum der Stadt angepasst und mittelfristig erweitert werden.

Sicherheit: Der freiwillige Polizeidienst, den derzeit zehn Polizeihelfer versehen, soll weitergeführt werden. Auch eine verstärkte Videoüberwachung sei denkbar und soll geprüft werden.

Umwelt: Künftig soll ein jährlicher Energiebericht vorgelegt werden, der Auskunft darüber gibt, wie viel Wärmeenergie, Strom und Wasser in den städtischen Gebäuden verbraucht wird. Der Stadtwald und die Kleingärten sollen als Erholungsraum erhalten und geschützt werden. Das Carsharing-Angebot mit derzeit drei Standorten soll ausgeweitet werden.

Verkehr: Der Ausbau der Schienenverbindungen ist nach Meinung der Christdemokraten notwendig, um den Verkehr zu bewältigen. Bei der Stockheimer Linie will sie sich deshalb für einen 20-Minuten-Takt einsetzen. Geprüft werden soll auch, Bad Vilbel über eine Schnellbuslinie nach Bad Homburg an die geplante Regionaltangente West anzubinden. Der Fahrradverkehr soll beschleunigt werden und das Radverkehrskonzept überarbeitet werden.

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