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Bad Vilbel

Frau der Bücher

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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Sonja Laubach-Hintermeier führt seit 2008 den Scoventa-Verlag.

Dass Sonja Laubach-Hintermeier mal einen Verlag gründen würde, hatte sie 1996 nicht gedacht. Da ging es der Politikwissenschaftlerin vor allem darum, eine Möglichkeit zu finden, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Ihr Mann war damals Kulturredakteur bei der Wochenzeitung „Die Woche“ in Hamburg geworden. Gemeinsam zog sie mit ihm von München dorthin und gab ihre feste Stelle in einem Beratungsunternehmen auf, bei dem sie für europäische Entwicklungsprojekte gearbeitet hatte. Gemeinsam erwarteten sie ihre erste Tochter.

Um sich ihre Arbeit so zu organisieren, wie es ihr selbst am besten passte, machte sich die Philosophin und Politikwissenschaftlerin selbständig. Doch mit einem Verlag hatte das zunächst noch nichts zu tun. Vielmehr machte sie im Auftrag für Forschungsinstitute wissenschaftliche Recherchen und erstellte Dossiers zu Themen wie dem gesellschaftlichen Wandel in Osteuropa.

Als ihr Mann, der Journalist Hannes Hintermeier, das Angebot ein Buch zu schreiben ablehnen wollte, weil ihm seine Vollzeitstelle nicht ausreichend Zeit lassen würde, bot sie an, die Recherche zu unterstützen. „Daraus entwickelte sich dann die Arbeit für Verlage“, erinnert sie sich.

Wissen anschaulich vermitteln

Fortan beschäftigte sie sich nicht mehr ausschließlich mit wissenschaftlichen Recherchen und Beratungen, sondern bot ihre Dienste auch Verlagen an. „Sie müssen bedenken, das war noch die Vor-Google-Zeit“, sagt sie. Der Zugang zu Datenbanken und anderen Recherche-Möglichkeiten war trotz des aufkommenden Internets ungleich schwieriger als heute.

Ihre Firma SLH Research betrieb sie auch weiter, als sie 2001 mit ihrer Familie nach Bad Vilbel zog, weil ihr Mann zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung wechselte. Doch irgendwann reichte ihr das Recherchieren nicht mehr. Sie wollte mehr. Wollte nicht nur auf Bestellung zuliefern, sondern zusätzlich eigene Themen setzen und ein eigenes Team aufbauen.

Dem Genre ist sie dabei treu geblieben. Fiktion gibt es im Programm des Scoventa-Verlages, den sie 2008 in Bad Vilbel gründete, nicht. „Wir sind ein reiner Sachbuch-Verlag“, betont Laubach-Hintermeier. Was aber nicht heißen müsse, dass die Geschichten nicht spannend zu lesen seien. Vielmehr gehe es ihr darum, Wissen anschaulich und spannend zu vermitteln. Zwölf Bücher hat sie bereits verlegt, ihren Bestseller hat sie fast 10 000 mal verkauft. Und auch das aktuelle Buch „Die Brückenbauerin“ laufe sehr gut, sagt sie.

Die Autoren findet sie auf ganz unterschiedlichen Wegen, meist indirekt über ihr großes Netzwerk. „Die meisten Bücher mache ich mit den Autoren gemeinsam“, betont sie. Dabei setzt sie vor allem auf unbekannte Namen und eine intensive Betreuung.

Um sich hat sie ein Team von freien Mitarbeitern, mit denen sie eng zusammenarbeitet. „Der Aufbau ist geschafft“, sagt sie. Jetzt gehe es darum, zu schauen wie sich das Unternehmen weiter entwickeln könne. „Ich könnte viel mehr machen“, sagt sie. Was sie künftig mehr machen wird und wie, das will sie in naher Zukunft entscheiden.

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