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Fluglärm beschäftigt Stöhr

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Bad Vilbel Stadt will Kontakt zu Gutachter aufnehmen

In Bad Vilbel forderte die SPD den Bürgermeister vor einigen Tagen auf, das Thema Fluglärm zur Chefsache zu machen. Und übersah dabei, dass Thomas Stöhr ihrem Wunsch bereits entsprochen hat. Denn entgegen seinem eigenen Bekunden, dass Erster Stadtrat Jörg Frank der städtische Experte in Sachen Fluglärm sei, kommt Frank in der aktuellen Diskussion nicht mehr zu Wort.

Urlaubsbedingt, meint Stöhr, weil Frank die massiven Bürgerbeschwerden zu vorschnell abgebügelt hätte, meint Roland Kasten von der Bürgerinitiative gegen Fluglärm. Dem wachsenden Unmut in der Bevölkerung versuchte Stöhr jüngst durch offene Briefe an die Bürgerinitiative (die FR berichtete) Herr zu werden.

In seiner neuesten Pressemitteilung titelt Stöhr: „Bürgermeister spricht sich für Überprüfung der An- und Abflugrouten aus“. Das hat er in abgemilderter Form bereits in seinem offenen Brief an die Bürgerinitiative kundgetan. Aber nun verspricht er, die Stadt wolle Kontakt zu dem vom Main-Kinzig-Kreis beauftragten Gutachter aufnehmen. Michael Moor wurde vom Main-Kinzig-Kreis beauftragt, die Möglichkeiten zu prüfen, das CDA-Anflugverfahren über dem Kreis zu praktizieren.

Entlastung erwünscht

„Das würde sicherlich zu einer Entlastung von Bad Vilbel führen, weil sich alle Flughöhen erhöhen würden“, meint Eric Ludwig vom Vorstand der Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau-Kinzigtal e.V. (IGF). Ronald Kasten meint zu dieser Entwicklung: „Endlich bewegt sich der Bürgermeister in die richtige Richtung.“ Es habe offensichtlich zu viele Proteste aus der Bürgerschaft gegeben.

Stöhr hat sogar beim Main-Kinzig-Kreis nachgefragt, ob sich Vilbel an dem Gutachten beteiligen könnte. Dieses sei jedoch speziell für das Main-Kinzig-Tal beauftragt worden und eine kreisüberschreitende Beteiligung sei weder sinnvoll noch möglich, so Stöhr. Er betonte, dass er mit anderen Amtskollegen im Austausch zu diesem Thema sei, etwa mit den Bürgermeistern von Maintal oder Karben. Auch diese Vorgehensweise sieht Roland Kasten als eine Erfolg der Bürgerinitiative.

In ihren Kernpunkten stellt sich Stöhr abschließend hinter die Rodenbacher Erklärung, etwa hinsichtlich der Prüfung eines weniger belastenden Gleitsinkflugverfahrens oder der Überprüfung der neuen Flugrouten. Besonders das Abweichen von den Solllinien bei startenden Flugzeugen will die Stadt weiterverfolgen. (mob.)

www.badvilbel-fluglaerm.de

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