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Im Stadtteil Dortelweil geht es auch heute noch sehr gemütlich zu.

Bad Vilbel

Flotte Vilbeler Lokalgeschichte

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Peter Gschwilm hat ein neues Buch über Bad Vilbel vorgelegt. Dabei geht es speziell um die Entwicklung der Stadt als Heilbad.

Der 28. April 1948 war für Vilbel ein besonderer Tag. An jenem Mittwoch bekam Frankfurts Nachbarstadt von der Landesregierung die amtliche Bezeichnung „Bad“ verliehen. Die Geschichte der Vilbeler Heilbäder begann indes schon 1900, wie Peter Gschwilm schreibt, als auf einem Grundstück am Marktplatz neben dem Historischen Rathaus Carl Brod nach Mineralwasser gebohrt habe und auf eine mächtige Heilquelle gestoßen sei.

Gschwilm, der mehr als drei Jahrzehnte den „Bad Vilbeler Anzeiger“ herausgab, schildert die Entwicklung des Heilbads im ersten Band seiner „Bad Vilbeler Geschichte“. Das Geschichtslesebuch, wie der 77-Jährige es nennt, ist jetzt in einer Auflage von 3500 Exemplaren erschienen. Es bietet auf rund 300 Seiten einen ausführlichen Überblick über die Geschichte der 35 000 Einwohner zählenden Stadt von der vorchristlichen Zeit bis zur Gegenwart. Zwei Jahre habe er an dem Buch gearbeitet, erzählt Gschwilm, der schon einiges über Bad Vilbel publiziert hat, unter anderem die „Vilbeler Geschichten“. 

Das letzte Mal aber, dass ein so umfassendes Buch zur Lokalgeschichte erschienen ist, liegt 32 Jahre zurück. Damals veröffentlichte der einstige Stadtchronist Willi Giegerich die zweite und erweiterte Auflage seines Werks „Bad Vilbel – Landschaft, Geschichte, Kultur“. Die knapp 500 Seiten sind heute allenfalls noch in Antiquariaten erhältlich.

Gschwilms Buch, das über den Verlag und etliche Läden in Bad Vilbel bezogen werden kann, ist weniger wissenschaftlich aufgemacht, dünner und etwas flotter geschrieben, ein Geschichts-„Lesebuch“ eben. „Man darf die Leser nicht überfrachten“, sagt er. Ein zweiter Band soll im nächsten oder übernächsten Jahr erscheinen. Vilbel wird dann wohl immer noch das „Bad“ vor seinem Namen führen. Gschwilm selbst wurde acht Jahre bevor die Stadt das Prädikat verliehen bekam, geboren. In seinem Personalausweis kann man deshalb lesen: „geboren in Vilbel, jetzt Bad Vilbel“.

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