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Clemens Breest auf der hinteren Frankfurter Straße.
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Clemens Breest auf der hinteren Frankfurter Straße.

Bad Vilbel

Flaniermeile und Treffpunkt

Die Grünen veröffentlichen ein Konzept zur Frankfurter Straße. Es sieht mehr Restaurants und die Einrichtung eines Spielplatzes beim „Haus der Begegnungen“ vor.

Von Rebecca Röhrich

Sie ist die Hauptschlagader des Bad Vilbeler Einzelhandels, die Frankfurter Straße. Auf 800 Metern reihen sich viele kleine Geschäfte für Kleidung, Schuhe, Brillen und Kosmetikartikel vom Biwerkreisel hinauf bis zum Alten Rathaus aneinander. Abgesehen von der Neuen Mitte, ist das Straßenbild von diesen vielen kleinen Läden geprägt, in denen häufig die Besitzer selbst ihre Kunden beraten.

Leere Schaufenster und am helligten Tage runter gelassene Rollläden sind da kein schöner Anblick. Denn einige Traditionsunternehmen haben in den letzten Monaten auf der Einkaufsmeile geschlossen. Fünf Ladengeschäfte stehen derzeit leer.

“Das Leben in der Straße konzentriert sich zu sehr auf die Neue Mitte“, findet Clemens Breest vom Ortsverband der Grünen. Er ist in seiner Partei Mitinitiator eines Einzelhandelkonzepts für Bad Vilbel, mit dem Schwerpunkt auf die Frankfurter Straße. Dieses Projekt bettet sich in die „Grünen Konzepte“ ein, die sich mit unterschiedlichen Themen der Stadt beschäftigen. „Wir wollen alle Bürger parteiunabhängig dazu anregen Visionen zu entwickeln, wie ihre Stadt attraktiver werden kann“, erklärt Breest im Gespräch mit der FR.

Rest der Straße Laufkundschaft verloren

Die Neue Mitte sei „besser als der Parkplatz, der sich dort davor befand“, aber „phantasielos“. Und sie habe für die anderen Bereiche der Straße durchaus auch Nachteile gebracht, so Breest weiter. „Die Lebendigkeit der beliebten Begegnungsstätte Neue Mitte hat erheblich dazu beigetragen, dass der Rest der Frankfurter Straße Laufkundschaft verloren hat“, so Breest. Und der Strukturwandel sei im vollen Gange.

Deshalb sehe der Arbeitskreis die Zukunft der Frankfurter Straße vielmehr in einer Flaniermeile mit vielen Restaurants, die nicht nur in ihrer Mitte ansprechend ist, sondern auch an ihren zwei Enden etwas zu bieten hat. So schlägt das Konzept die Einrichtung eines Spielplatzes beim „Haus der Begegnungen“ vor. Überhaupt sollten für die Frankfurter Straße laut Breest nicht nur wirtschaftliche Aspekte im Fordergrund stehen, sondern sie soll auch eine Begegnungsstätte für die Bürger sein.

Gewerbering wünscht sich Investionen

Michael Meyer betreibt in zweiter Generation einen Optiker auf der Frankfurter Straße und ist Pressesprecher des Gewerberings Bad Vilbel. Auch er sieht die modern gestaltete Neue Mitte zwiespältig, allerdings aus anderen Gründen als die Arbeitsgruppe der Grünen. „Die Immobilien dort sind sehr attraktiv. Da können die bereits in die Jahre gekommenen Häuser ober- und unterhalb natürlich nicht mithalten“, sagt Meyer.

Und da sieht er auch das eigentliche Problem: Die Gewerbetreibenden seien darauf angewiesen, dass die Hauseigentümer in ihren Besitz investieren, ansonsten leide die Repräsentativität der Geschäfte. Die zwei neuen Optiker, die eröffnet haben stören ihn nicht, im Gegenteil: Sie würden das Geschäft sogar beleben. Andere Bereiche, wie beispielsweise Bekleidungsgeschäfte, hätten es durch die neue Konkurrenz schwerer. Aber auch Meyer findet, dass einige Abschnitte der Straße von der Stadt schöner gestaltet werden könnten.

Der Bad Vilbeler Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) sieht die Zukunft der Frankfurter Straße durch die Neue Mitte grundsätzlich positiv aber bestätigt, dass durchaus mehr Hauseigentümer ihre Fassade sanieren könnten. Die Zuschüsse dafür vonseiten der Stadt gäbe es bereits seit einigen Jahren. Bisher hätten sich aber nur eine Handvoll Hausbesitzer für eine Fassadensanierung entschieden.

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