Bd Vilbel

Stelle für Flüchtlinge

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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Die Stadt finanziert jetzt Sozialarbeiterin. Sie soll sich um Wohnungen kümmern und bei der Suche nach einer Arbeitsstelle helfen.

Die Stadt Bad Vilbel finanziert die Stelle einer Sozialarbeiterin beim örtlichen Flüchtlingshilfeverein. Wie es in einer Magistrats-Mitteilung heißt, ist die Stelle zunächst auf zwei Jahre befristet. Die Fachkraft, deren Name vorerst nicht veröffentlicht werden soll, wird bei dem Flüchtlingshilfeverein angestellt.

Die neu geschaffene Stelle soll vor allem die ehrenamtlichen Helfer entlasten und die Arbeit des Vereins koordinieren. Schwerpunkt der Arbeit wird die Vermittlung von Arbeit und Wohnung für bereits anerkannte Flüchtlinge sein.

„Wir haben in Bad Vilbel diverse Flüchtlinge, deren Asylgesuch anerkannt wurde“, so Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP). „Diese haben nicht nur den Anspruch auf einen Arbeitsplatz, sie müssen vor allem auch im Regelfall die städtischen Unterkünfte verlassen und in eigene Wohnungen ziehen.“ Das sei in der Praxis nicht immer einfach; die neu geschaffene Stelle bei dem Verein sei in dieser Sache sehr hilfreich.

Die Kosten für die Vollzeitstelle betragen monatlich 4 250 Euro. Ein Teil dieser Summe wird die Stadt dann auch aus den Geldern nehmen, die der Wetteraukreis der Stadt zur Verfügung stellt.

Der jetzigen städtischen Unterstützung war im vergangenen Jahr eine massive Kritik des Flüchtlingshilfevereins vorausgegangen. Die ehrenamtlichen Helfer fühlten sich überfordert. Flüchtlingshilfe und Integration müssten Chefsache sein.

„Wir freuen uns“, sagte die Vorsitzende des Flüchtlingshilfevereins gestern auf FR-Anfrage. „Die Stadt ist unserem Vorschlag gefolgt.“ Dass die Stadt die neue Stelle finanziere, sei ein Erfolg der unermüdlichen Kritik der ehrenamtlichen Helfer.

„Ein bisschen problematisch“ sei aber die Erwartungshaltung der Stadt. Sicher werde es seine Zeit brauchen, bis die neue Mitarbeiterin sowohl Wohnungen als auch Jobs fände. Eine Hürde sei, dass es wenig sozialen Wohnungsbau in Bad Vilbel gebe.

Dazu komme, dass die Unternehmen viele bürokratische Hürden zu nehmen hätten, wollten sie einen Flüchtling anstellen. Der Verein sei deshalb nach wie vor auf die Unterstützung der Stadt und der Unternehmen angewiesen.

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