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Anfang 2016 soll auf dem KSG-Sportplatz gebaut werden.
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Anfang 2016 soll auf dem KSG-Sportplatz gebaut werden.

Karben

Erst das Konzept, dann der Preis

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Die Entscheidung über die Bebauung des KSG-Sportplatzes ist Ende Januar möglich. Die Stadt will zuvor die Anwohner des Areals über den aktuellen Sachstand informieren.

„Es wird nach Konzept verkauft und nicht nach Preis“, sagte Bürgermeister Guido Rahn (CDU) gestern mit Blick auf das künftige Baugebiet am Park. Von den insgesamt 15 Unternehmen, die ihre Pläne zur Bebauung des mehr als 9000 Quadratmeter großen Areals in den städtischen Gremien vorstellen durften, sind laut dem Ersten Stadtrat Otmar Stein (CDU) nun acht übrig geblieben. Deren Vorstellungen seien „mittels eines umfassenden Kriterienkatalogs durch unser Bauamt bewertet“ worden.

Wie Stein am Mittwoch mitteilte, will der Magistrat im Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur am 27. Januar das Ergebnis vorstellen. Dann sollen den Stadtverordneten drei verschiedene Bebauungskonzepte zur Beratung und Entscheidung vorgelegt werden. Je nach Verlauf der Diskussion sei denkbar, dass das Stadtparlament sich schon drei Tage später für eine Variante entscheiden werde.

Bevor jedoch die Gremien über die Investorenmodelle befinden, wird es laut Stadtsprecher Hans-Jürgen Schenk in der kommenden Woche noch eine Informationsveranstaltung für die Anwohner des KSG-Sportplatzes geben, bei der der Magistrat über den aktuellen Sachstand berichten will. Schon Ende Oktober hatte er in einer Anliegerversammlung Investorenvorschläge vorgestellt und Anregungen der Bürger aufgenommen. Man wolle mit dem Votum der Anwohner in die Gremien gehen, so Schenk.

Die Stadt plant mit dem Verkaufserlös des Sportplatzes am Hessenring die Erweiterung des Stadions an der Waldhohl zu finanzieren. Dort soll ein Funktionsgebäude mit Umkleideräumen und ein neuer Kunstrasenplatz für die KSG-Fußballer errichtet werden. Für den bisherigen KSG-Sportplatz sieht der Magistrat eine gemischte Bebauung vor aus Reihen- oder Doppelhäusern im Süden, Doppelhäusern oder zweigeschossigen Mehrfamilienhäusern im Osten und Mehrfamilienhäuser mit drei Stockwerken und Penthaus im Westen.

Die Stadt hat für das Gelände 300 Euro als Mindestpreis für den Quadratmeter vorgegeben. Laut Rahn hat es Bieter gegeben, die einen „sehr hohen Kaufpreis“ geboten hätten, deren Architektur sich aber nicht ins bauliche Umfeld eingefügt hätte. „Manche haben keine Rücksicht auf die Umgebung genommen“, so Rahn.

Immer weniger günstiger Wohnraum

Der Kaufpreis für ein Reihenhaus wird laut Vize-Bürgermeister Stein ungefähr zwischen 300 000 und 400 000 Euro liegen. Es gebe eine starke Nachfrage nach Wohnungen. Und im Falle des Baugebietes am Park hätten viele Bürger aus Karben Interesse bekundet.

Der Stadtverordnete der Partei Die Linke, Karlheinz Hofmann kritisierte, in Karben gebe es immer weniger bezahlbare Wohnungen. Er kündigte an einen Antrag zu stellen, „dass in einem der geplanten Mehrfamilienhäuser am KSG-Sportplatz mit den Investoren eine Mietpreisbindung vereinbart wird“.

Dem will die Stadt im Baugebiet Waldhol Rechnung tragen. Dort plane auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft zwei Mehrfamilienhäuser zu bauen – „mit Mieten, die für eine breite Schicht unterhalb der Mittelschicht“ erschwinglich seien, so Stein. Zwischen acht und neun Euro pro Quadratmeter werde dort der Mietpreis liegen.

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