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"European School" für Bad Vilbel

Eltern stehen schon Schlange

Seit der Oberste Rat der Europäischen Schulen Anfang Dezember einer "European School Rhein-Main" in Bad Vilbel zugestimmt hat, gehen zahlreiche Anfragen in Bad Vilbel ein. Anmeldungen sollen aber erst im Sommer möglich sein. Von Ben Reichardt

Von Ben Reichardt

Über mangelnde Nachfrage kann Mathias Krieger nicht klagen. Seit der Oberste Rat der Europäischen Schulen (ORES) Anfang Dezember einer "European School Rhein-Main" in Bad Vilbel zugestimmt hat, kann sich Krieger kaum der Anfragen erwehren, wann es endlich losgeht. So hätten sich seitdem bereits um die 50 Eltern gemeldet, berichtet Krieger von der "Initiative zur Errichtung der European School Rhein-Main".

Anmeldungen nimmt die Initiative allerdings noch gar keine entgegen. "Im Frühsommer soll eine Homepage mit Anmeldeformular freigeschaltet werden", sagt der Mitinitiator.

In Bad Vilbel laufen derweil die ersten planungsrechtlichen Vorbereitungen an. So wird am kommenden Dienstag der Planungs- und Bauausschuss über die Änderung für den betreffenden Bebauungsplan beraten. Denn gebaut werden soll die Schule für rund 800 Kinder auf der Dortelweiler Gemarkung "Auf der Scheer" an der Theodor-Heuss-Straße. Just auf jenem Grundstück, auf dem einst das Stada-Hochregallager geplant worden war.

Zunächst, so Bauamtsleiter Erik Schächer, müsse nun ein Aufstellungsbeschluss getroffen werden, anschließend folge die Offenlage samt Vorstellung der Pläne, bevor der Bebauungsplan dann von den Stadtverordneten entsprechend geändert werde. "Vielleicht schon in diesem Jahr", schätzt Schächer die Verfahrensdauer. Denn auch die engagierten Eltern um Mathias Krieger wollen noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen, damit im Herbst 2011 der Schulbetrieb aufgenommen werden kann.

Finanziert wird der Bau privat, "über Kredite und Einlagen der Eltern für einen Schulplatz", erläutert Krieger, selbst Vater einer Tochter, die die Europäische Schule in Frankfurt besucht. Er kennt also die Nöte der Frankfurter Eltern und weiß von mehreren Hundert Absagen, die Väter und Mütter am Standort der Europäischen Zentralbank alljährlich erhalten, weil die vorhanden Plätze überwiegend Kindern von EU-Beschäftigten vorbehalten sind.

Mit Genehmigung der "European School Rhein-Main" habe der Oberste Rat den Kreis nun auf alle interessierten Kinder ausgedehnt. Vorgesehen ist zudem 10 bis 15 Prozent der Plätze über Stipendien zu vergeben.

Starten will die Schule, die Klassenstärken von 5 bis 25 vorsieht, zunächst mit zwei Sprachsektionen. Das heißt, dass ein deutsches Kind "zwei oder drei Unterrichtsfächer in der Arbeitssprache Englisch hat". Später habe es dann die Möglichkeit weitere Sprachen wie Latein, Französisch oder Spanisch zu belegen, sagt Krieger. Abschluss ist das Europäische Baccalauréat.

Über die Vorteile für Bad Vilbel sind sich die Beteiligten weitgehend einig. "In Brüssel kennt man auf einmal den Namen Bad Vilbel. Vor einem halben Jahr wäre das undenkbar gewesen", weiß der Mitinitiator. Derzeit gibt es 14 Europäische Schulen in sieben Ländern. "Das ist eine ganz besondere Bildungseinrichtung", stellt auch Erik Schächer fest. Schließlich würden immer mehr Eltern sehr genau gucken, auf was für eine Schule sie ihr Kind schickten.

Eltern, die aus beruflichen Gründen ins Rhein-Main-Gebiet kämen, würden sich durchaus am Schulort ihrer Kinder orientieren, wenn sie eine Wohnung suchten. "Für die ist die Europäische Schule der wichtigste Standortvorteil", sagt der Bauamtsleiter.

Der Bauausschuss tagt am 2. Februar, um 18 Uhr in der Breitwiesenhalle.

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