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Bad Nauheim

Eisstadion vor der Rettung

Nach monatelangem Gerangel ist der Eissport in Bad Nauheim wohl gerettet. Das Parlament will Geld für die Dachsanierung bereitstellen.

Nach monatelangem Gerangel ist der Eissport in Bad Nauheim gerettet. In der Sitzung des Stadtparlamentes heute Abend wollen CDU, UWG und FDP eine Million Euro für die Sanierung des Daches des Kolonel-Knight-Stadions im Haushalt 2010 bereitstellen. Sie haben eine deutliche Mehrheit im Parlament.

Über die Zukunft des Stadions waren Bürgermeister Bernd Witzel (UWG) und Erster Stadtrat Bernd Häuser (CDU) mitsamt ihren Parteien in den vergangenen Monaten immer heftiger in Streit geraten. Der Bürgermeister hatte sich für einen Neubau stark gemacht, während der Stadtrat die Sanierung des etwa 50 Jahre alten Stadions befürwortete. Als sich der Streit zuspitzte, entzog der Bürgermeister dem Stadtrat die Zuständigkeit und machte das Stadion zur Chefsache. Die CDU kündigte daraufhin das Bündnis mit der UWG im Stadtparlament auf.

Der traditionsreiche Eissport in der Kurstadt drohte durch den Streit auf der Strecke zu bleiben. Ein Gutachten hatte ergeben, dass das Dach des Stadions gesichert werden muss, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Witzel wollte es für wenig Geld (60000 Euro) für zwei Jahre notdürftig sichern, um Zeit für den Neubau zu gewinnen. Das lehnte die Union ab.

Die Eissportfans protestierten lautstark gegen die drohende Schließung des Stadions. Landrat Joachim Arnold (SPD) schaltete sich ein. Sein Gespräch mit Witzel und Häuser am Montagabend brachte die Wende. Arnold sicherte zu, den Etat 2010 der Stadt rasch prüfen zu lassen und einem Kredit von einer Million Euro für die Stadion-Sanierung zuzustimmen. Witzel und die UWG lenkten ein und signalisierten ihrerseits, der Dachsanierung zuzustimmen. Stadtrat Häuser feiert das als Sieg. "Nur durch unseren persönlichen Einsatz konnte der Tod des Eissports verhindert werden", sagt er.

Die CDU wird in der Sitzung heute Abend eine Million Euro für die Sanierung des Daches und der Beleuchtung des Stadions beantragen. Für 2011 will sie weitere 800000 Euro für die energetische Sanierung der Verwaltungsgebäude im Etat einstellen. Ob sich auch für die 800000 Euro eine Mehrheit findet, ist allerdings noch fraglich. Die UWG will das nicht mittragen. (ieb)

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