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Wetterau

Einlaufen für das Lutherjahr

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Für den kommenden Sonntag lädt das Evangelische Dekanat Wetterau zu einer „Erstbegehung“ des Lutherwegs 1521 von Nieder-Weisel aus ein. Mit dabei ist auch der Autor, der ein Buch über Luthers Wormsreise geschrieben hat. Darin widmet er sich besonders der Wetterau.

Hunderte Leser verfolgten im Sommer 2014, wie sich zwei FR-Redakteure auf einen geschichtsträchtigen Weg begaben. Martin Luther soll ihn 1521 auf dem Rückweg vom Reichstag in Worms bis zu seinem Versteck auf der Wartburg genommen haben. Es war ein Stück Pionierarbeit, das die FR für den geplanten „Lutherweg 1521“ leistete. Geschichten vom Wegesrand, über die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke und prägnante Wegbeschreibungen waren über mehrere Wochen immer wieder in der Zeitung zu lesen.

Rund 80 Kilometer des insgesamt mehr als 400 Kilometer langen Weges verlaufen durch die Wetterau. Die Strecke führt von Bad Vilbel bis Friedberg, teilt sich dort in eine Westroute über Nieder-Weisel und Münzenberg und eine Ostroute über Wölfersheim, um sich dann südlich von Grünberg wieder zu vereinigen. Es ist verbürgt, dass Luther Ende April 1521 in Friedberg Station gemacht hat.

In Kürze sollen nun die ersten großen und kleinen Wegmarkierungen mit dem grünen „L“ auch auf Wetterauer Grund befestigt werden. „Behördliche Abstimmungen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Lutherweg in Hessen, Bernd Rausch, hätten die Beschilderung etwas verzögert. Bis zu den Sommerferien sollen die Schilder aber allerorts stehen – so wie jetzt schon in Lich.

Auf ganzer Länge wird der Lutherweg erst im Reformationsjahr 2017 begehbar sein. Ein Stück können die Wetterauer aber jetzt schon unter die Füße nehmen: Für Sonntag, 1. Mai, lädt das Evangelische Dekanat Wetterau zu einem Gottesdienst in die Komturkirche der Johanniter in Nieder-Weisel und anschließend zu einer „Erstbegehung“ des Weges ein. Er wünsche sich, dass der Lutherweg ein „Weg der Gastlichkeit und Gastfreundschaft sein wird, ein Weg, auf dem man Erfahrungen sammeln kann – geistliche und körperliche“, sagt Dekan Volkhard Guth, der die Predigt am Sonntag halten wird.

Auch Landrat Joachim Arnold (SPD) wird die Pilger begrüßen. Der Kreis hat die Planung des Weges in den vergangenen drei Jahren unterstützt und begleitet. „Die Wetterau ist eine großartige Wanderdestination. Mit dem Lutherweg führt nach der Bonifatiusroute eine zweite Pilgerroute durch die Wetterau und macht die Region noch attraktiver für Wanderer, Pilger und Erholungssuchende“, so Arnold.

Der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. In der romanischen Kirche, in der rund 200 Menschen Platz finden, wird der Johanniterpfarrer Jörg Fröhlich durch den Gottesdienst führen. Nach dem Pilgersegen vor der Kirche startet um 12.15 Uhr die Pilgerwanderung von der Komturkirche über Rockenberg nach Münzenberg. Ungefähr zwölf Kilometer ist die Strecke lang. Die Ankunft in Münzenberg ist für 16 Uhr geplant. Von dort aus hat das Dekanat einen kostenlosen Transfer zurück nach Nieder-Weisel organisiert.

Rechtzeitig zur Premierentour am Sonntag ist auch ein Buch zum Lutherweg erschienen. Geschrieben hat es Reiner Cornelius. Der Autor wird die Pilger am Wochenende begleiten. Viele Monate recherchierte er auf den einzelnen Abschnitten der Lutherroute. Entstanden ist ein 264 Seiten starkes Buch mit mehr als 300 Bildern, Karten und Stadtplänen. Besondere Aufmerksamkeit hat Cornelius der Wetterau gewidmet. Er ist der Ansicht, dass es auf kaum einem anderen Abschnitt so eine hohe Dichte von Erlebnispunkten gibt, in der Natur wie in der Kultur.

Die Wanderung am Sonntag soll ein „Einlaufen“ sein, sagt Bildungsreferentin Britta Laubvogel vom Evangelischen Dekanat Wetterau. So wolle man schon mal etwas die Begeisterung wecken für das nächste Jahr, wenn der Lutherweg offiziell eröffnet wird.

Das Buch kann im Buchhandel, über und unter Telefon 06625 / 5812 bestellt werden.

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