Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Jürgen Kalkowski auf der Strecke.
+
Jürgen Kalkowski auf der Strecke.

Karben

Der Ehrgeiz treibt an

Beim 25. Karbener Stadtlauf feiert auch der Premierensieger wieder einen Erfolg.

Von Rebecca Röhrich

Am Günther-Reutzel-Sportfeld war am Sonntagmorgen viel los. Menschen in Sportkleidung liefen zielstrebig zum Vereinsheim des Kultur- und Sportvereins (KSV) Klein-Karben, um am alljährlichen Karbener Stadtlauf teilzunehmen. Den Lauf gibt es seit 25 Jahren, und er begann damals ganz klein mit nur 80 Teilnehmern. „Wir haben mit einem Sechskilometerlauf begonnen“, erzählt Ute Birkmeyer, die Hauptorganisatorin der Veranstaltung. Aber die Teilnehmerzahl wuchs von Jahr zu Jahr.

„Mittlerweile kann man zwischen Halbmarathon, also 21,1 Kilometern, 10 Kilometern oder 5,3 Kilometern wählen“, sagt Birkmeyer während sie geschäftig die letzten Vorbereitungen trifft. Ein Jahr Vorbereitungszeit und ein zehnköpfiges Organisationsteam seien nötig, damit dann am großen Tag alles reibungslos klappt. „Mittlerweile haben wir zwischen 500 und 600 Teilnehmer und 80 Helfer am Lauftag“, erzählt Birkmeyer und ist auch ein bisschen stolz.

Mann der ersten Stunde

Einer der Teilnehmer ist Jürgen Kalkowski von der Sportgemeinschaft DJK Hattersheim. Er lief beim ersten Karbener Stadtlauf 1990 mit und gewann. Damals war er 40 Jahre alt. Jetzt will der 64-Jährige es noch mal wissen und läuft diesmal die 10-Kilometer-Distanz mit. Noch immer läuft der drahtige Mann fast täglich zwischen fünf und zehn Kilometer. „Ich brauche es, meinen inneren Schweinehund zu überwinden“, sagt der pensionierte Polizist. „Und es ist der Ehrgeiz, der mich antreibt“, fügt er noch hinzu.

Diesem Ehrgeiz hat er es wohl auch zu verdanken, dass er bundesweit drittbester 100-Kilometer-Läufer seiner Altersklasse ist. Trotzdem seien auch die zehn Kilometer eine Herausforderung. „Es spielt keine Rolle, ob man 100 oder 10 Kilometer läuft. Ab der Hälfte gilt es durchzuhalten“; sagt der ernsthafte Mann.

Mit 14 Jahren hat er angefangen zu Laufen, und als er nach dem Abitur 1968 zur Polizei ging, wurde das Laufen zu einem guten Ausgleich zum Beruf. „Ich war bei der Frankfurter Polizei. Da war vor allem in den 70er und 80er Jahren viel los.“ Denn sein Berufsleben verlief entlang großer Ereignisse wie beispielsweise dem Terrorismus der Roten Armee Fraktion (RAF). „Ich habe viele schlimme Dinge gesehen. Durch das Laufen konnte ich das gut verarbeiten“, erzählt der gebürtige Karbener und macht sich langsam warm.

Die Spannung steigt

Gleich geht es an den Start. Wirklich aufgeregt sei er aber nicht, schließlich habe er schon über 300 Wettkämpfe absolviert. Auch die anderen Sportler sammeln sich langsam an der Startlinie. Zunächst starten die Halbmarathonläufer, und kurz darauf geht es los mit dem 10-Kilometer-Lauf. Das Feld ist heterogen, und die Stimmung ist fröhlich. Als der Karbener Bürgermeister Guido Rahn (CDU) den Startschuss gibt, jubeln die Zuschauer los.

Nach 46 Minuten kommt Kalkowski ins Ziel. Durchgeschwitzt, aber sehr zufrieden zeigt er den Zettel mit seiner Platzierung. Er ist Erster seiner Altersklasse geworden und das auch noch in der Zeit, die er sich gewünscht hatte. Für die Siegerehrung ist der Initiator des Karbener Stadtlaufs, Paul Fleischmann, vorbeigekommen. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so eine große Veranstaltung wird“, sagt Fleischmann und freut sich, dass sich immer noch so viele Menschen für den Laufsport begeistern können.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare