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Unbewohnbar: Große Teile des Fachwerkhauses in der Hauptstraße sind ausgebrannt, die Bewohnerin kommt vorübergehend bei Bekannten unter. Unterstützung bietet auch der Verein "Echzeller helfen Echzellern".

Hilfe zugesagt

Nach Feuer in Echzell: Bewohnerin steht vor dem Nichts - Spendenkonto eingerichtet

Was den Brand verursacht hat, ist noch unklar. Fest steht, dass die alte Hofreite in der Echzeller Hauptstraße nicht mehr bewohnbar ist. Für die Bewohnerin wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

Ein Großaufgebot an Feuerwehr war am Donnerstag bis kurz vor 9 Uhr mit den Löscharbeiten beschäftigt. Gut 70 Einsatzkräfte aus allen Feuerwehren Echzells und Niddas kämpften gegen die Flammen. Frühmorgens hatten sich diese schnell vom Erdgeschoss bis in das Dachgeschoss ausgebreitet. Nachbarn sahen die Flammen aus einem Fenster lodern und alarmierten die Feuerwehr.

Zunächst sei unklar gewesen, ob sich die einzige Bewohnerin des Hauses noch im Gebäude befand. Wie Kreisbrandinspektor Lars Henrich mitteilte, hatten sechs Feuerwehrleute parallel zu den Löscharbeiten nach der Frau gesucht. "Die Einsatzkräfte hatten Schwierigkeiten, in alle Räume vorzudringen", sagte er. Noch während ihr Haus in Flammen stand, sei die Vermisste etwa eine Stunde später zurückgekehrt. Sie ist eine Austrägerin der Wetterauer Zeitung.

Feuer in Echzell: "Hektische Zustände"

Florian Mück, stellvertretender Gemeindebrandinspektor der Echzeller Feuerwehr, war an den Löscharbeiten beteiligt. Er sprach von "hektischen Zuständen" bis zu diesem Zeitpunkt. Die unter Schock stehende Frau sei vor Ort in die Obhut von Freunden und Bekannten gegeben worden - bei ihnen kommt sie zunächst unter.

Mithilfe eines speziellen Schaums gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen. Gerade bei Fachwerkhäusern mit viel verarbeitetem Holz und Lehm wird dieser dem Wasser als Löschmittel vorgezogen. Ein Brand in Straßen wie der Hauptstraße ist laut Henrich besonders kritisch - hier stehen viele alte Häuser auf engstem Raum. Die Feuerwehr konnte jedoch verhindern, dass die Flammen auf die umliegenden Gebäude übergreifen. Bis auf kleinere Schäden durch Wärmestrahlung seien sie verschont geblieben. Die Anwohner mussten bis zur Sicherung der Lage trotzdem kurzzeitig ihre Häuser verlassen. Fenster und Türen sollten wegen der starken Rauchentwicklung anschließend geschlossen bleiben.

Große Teile des Hauses fielen dem Brand zum Opfer, der Schaden liegt im sechsstelligen Bereich. Immer wieder kontrollierte die Feuerwehr am Donnerstag die Brandstellen, eine erneute Rauchentwicklung gegen Mittag konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sperrte die Ortsdurchfahrt zwischenzeitlich komplett. Eine Absperrung um das ausgebrannte Haus schütze Passanten vor eventuell herabfallenden Teilen - eine Einsturzgefahr bestehe nicht. Die Brandermittler der Kriminalpolizei nahmen die Ermittlungen auf. Ergebnisse wird es jedoch erst nach einer Begehung des Hauses im Laufe des Tages geben.

Feuer in Echzell: Spendenkonto eingerichtet

Aus dem erst im Mai gegründeten Verein "Echzeller helfen Echzellern" formierte sich bereits eine Spendenaktion, die andere Hilfsangebote bündeln will. In Absprache mit der Betroffenen wurde vom Vorsitzenden Oliver Stoll ein Spendenkonto eingerichtet: DE75 5139 0000 0058 6067 07, Verwendungszweck "Brandopfer Echzell".

Bei dem Brand verlor die Frau nach eigenen Angaben ihre Kleidung und Papiere. Der Verein will in den nächsten Tagen bekanntgeben, wo eventuelle Kleiderspenden und Hilfsangebote für sie abgegeben werden können. Weitere Informationen über die Homepage des Vereins www.ehe-echzell.de.

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