Bad Vilbel

Diesel in der Nidda

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Ein Lastwagenfahrer reißt sich an einem Bordstein den Tank auf, meldet den Unfall aber viel zu spät.

Ein Lastwagen hat sich am Montagmorgen beim Aufsetzen auf einen Bordstein am Park-and-Ride-Platz in der Max-Planck-Straße den Tank aufgerissen, wodurch rund 100 Liter Diesel ausgelaufen sind. Wie die Feuerwehr berichtet, lief ein Teil davon durch einen Kanal in die Nidda. Wie viele Liter genau, habe sich nicht schätzen lassen, weil der Fahrer den Vorfall mit erheblicher Verspätung gemeldet hatte. Obendrein stand der Lastwagen direkt über einem Gullydeckel.

Die Bad Vilbeler Feuerwehr rief Verstärkung aus Frankfurt, weil der Sprit schon flussabwärts trieb. Sofort wurde ein sogenannter Ölschlängel an den Kanalausgang gelegt. Er besteht aus langen, saugfähigen Schwämmen, die auf dem Wasser schwimmen und das Öl von der Oberfläche aufsaugen. Die Frankfurter Wehrleute legten sicherheitshalber zwei der Sperren über die ganze Flussbreite. Auch auf dem Parkplatz musste verseuchtes Erdreich abgetragen werden. Zudem hatten Autos das Öl bereits weiträumig verteilt.

Die Max-Planck-Straße wurde für den Verkehr gesperrt, lediglich die Linienbusse, die den provisorischen Busbahnhof anfahren, durften weiter verkehren.

Der Bad Vilbeler Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll appelliert eindringlich, nach derartigen Unfällen sofort den Notruf zu wählen. „Je schneller die Einsatzkräfte alarmiert werden, desto geringer sind die Folgen.“ jo

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