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Denkmalbeirat fordert Rückbau

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Im Streit um die Bauaktivitäten hinter dem Gasthaus Bleffe hat sich nun der Kreisdenkmalbeirat zu Wort gemeldet. Er stellt einen „Eingriff in den Bestand der historischen Büdinger Altstadt“ fest und fordert „die Wiederherstellung des ursprünglichen Geländeprofils als Grünfläche“.

Der Denkmalbeirat hat sich in seiner Sitzung dieser Tage mit den Baumaßnahmen im Stadtgraben hinter der Bleffe befasst. Büdingen sei zweifellos eines der attraktivsten Altstadtensembles regional und überregional. Umso sorgfältiger müsse der Bestand gepflegt und bewahrt werden. „Durch die Errichtung einer Aufschüttung mit Betonstützwand im inneren Stadtgraben, die Errichtung eines massiven Garagengebäudes und durch die Vergrößerung des Durchbruchs in der Stadtmauer wurde diese Regel auf unerträgliche Weise verletzt“, so der Beirat.

In der Presse sei zu lesen gewesen, dass nach einem Kompromiss bei den illegal errichteten Maßnahmen gesucht werde. „Der Denkmalbeirat sieht keine Möglichkeit für einen Kompromiss bei diesem Eingriff in den Bestand der historischen Büdinger Altstadt.“ Zur ungestörten Erhaltung des Grabens gehöre die Wiederherstellung des ursprünglichen Geländeprofils als Grünfläche ohne technische Einbauten wie Stützmauern oder Ähnliches sowie der Rückbau des viel zu groß geratenen Durchbruchs in der Stadtmauer. „Hilflose Versuche, die Betonstützwand mit Sandstein zu verkleiden o. ä., sind nicht zielführend.“ Allenfalls könne eine temporäre Nutzung als Außenbereich für die Bleffe mit einigen Tischgarnituren auf der wiederhergestellten Grünfläche infrage kommen. Dabei müssten Umfang und Rahmen dieser Nutzung vertraglich und juristisch unanfechtbar gesichert werden. Zusätzliche Infrastruktur wie Grill, Außentheke usw. müssen von vorneherein ausgeschlossen werden. Der Denkmalbeirat des Wetteraukreises fordert deshalb die Entscheidungsträger der Stadt auf, einen entsprechenden Beschluss zu fassen: „Das Widerspruchsverfahren über den von der Unteren Bauaufsichtsbehörde schon verfügten Rückbau sollte umgehend weitergeführt werden, um die Störung des Kulturdenkmals schnellsten rückgängig zu machen“, heißt es in der Mitteilung abschließend. red

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