Wetterau

Kommunen als Dachverband für Wohnungsbaugesellschaft

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Die SPD erwägt ein neues Konzept für eine Wohnungsbaugesellschaft: In einem Dachverband könnten sich Kommunen aus dem Wetterau- und Main-Kinzig-Kreis zusammentun.

Die Wetterauer SPD will, dass der Landkreis „schnellstmöglich“ eine Wohnungsbaugesellschaft gründet. Deshalb fordert die Partei ihre Fraktion im Kreistag, die dort mit der CDU koaliert, auf, entsprechende Voraussetzungen dafür zu schaffen. Sei es mittels eines Zweckverbands „oder einer ähnlichen Struktur, der sich alle Kommunen anschließen können“. So steht es in dem Antrag, den der SPD-Parteitag am vergangenen Wochenende beschlossen hat.

Eine der „ähnlichen Strukturen“ könnte ein kommunaler Dachverband sein, dem sich Kommunen sowohl aus dem Wetterau- als auch aus dem Main-Kinzig-Kreis anschließen würden. Um dieses Konzept zu besprechen, kamen kürzlich Vertreter der Sozialdemokraten aus den beiden Kreisen zusammen. „Wir sind in den Beratungen“, sagte die Wetterauer SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Jäger gestern auf Anfrage. Auch mit dem Koalitionspartner CDU liefen die diesbezüglichen Gespräche. Doch spruchreif sei noch nichts.

Das Thema Wohnungsbaugesellschaft gärt schon lange im Kreis. Ursprünglich hatte die Linke im Kreistag im September 2015 gefordert, dass die Gründung einer solchen Gesellschaft geprüft werden solle. Der Antrag wurde angenommen.

Konkreter wollte die Linke es im Dezember 2016 machen und wollte den Beschluss im Kreistag erzielen, eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft zu gründen. Dazu konnte sich die Mehrheit nicht durchringen.

Ein Jahr später sprach der frühere SPD-Landrat Joachim Arnold davon, einen Zweckverband für den sozialen Wohnungsbau zu gründen. Er sollte diejenigen Kommunen aufnehmen, die keine eigene Wohnungsbaugesellschaft haben.

Die Linke legte nach und forderte im September 2018 den Kreisausschuss per Antrag auf darüber zu berichten, wie weit die Gründung der Gesellschaft gediehen sei. Der Kreistag lehnte den Antrag mehrheitlich ab.

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