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Fabian Tjon ist Professor an der Technischen Hochschule Mittelhessen und leitet den Campus in Bad Vilbel.

THM in Bad Vilbel

Studium Plus kommt an

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Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) erhält eine weitere Förderung für ihren Campus in Bad Vilbel. Die Geldgeber präsentierten sich den neuen Studierenden.

Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) erhält für ihren Campus in Bad Vilbel abermals eine finanzielle Unterstützung von den Oberhessischen Versorgungsbetrieben (Ovag), der Stiftung der Sparkasse Oberhessen und dem Verein zur Sport- und Kulturförderung Bad Vilbel. Wie hoch die auf drei Jahre ausgelegte Förderung ist, das wollte die THM am Donnerstag nicht preisgeben. Die Anschubfinanzierung für den Campus, die Ovag, Sparkassen-Stiftung und Spendenverein vor drei Jahren aufbrachten, betrug rund 300 000 Euro. Recherchen legen nahe, dass die Förderung diesmal ungefähr bei der Hälfte liegt.

Die Geldgeber präsentierten sich am Donnerstag den neuen Studierenden, für 49 von ihnen ist es das erste Semester. Sparkassen-Vorstand Günter Sedlak, Ovag-Chef Rainer Schwarz und der Vorsitzende des Spendenvereins, Stadtrat Klaus Minkel (CDU), wünschten ihnen einen guten Studienbeginn. Auch Landrat Jan Weckler und Bad Vilbels Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (beide CDU) sprachen Grußworte.

Frankfurts Nachbarstadt Bad Vilbel ist seit drei Jahren einer von insgesamt sieben Standorten, an denen die THM ein sogenanntes Studium Plus anbietet. Dabei handelt es sich um ein duales Studienprogramm, das zur Hälfte im Hörsaal und zur Hälfte in Partnerunternehmen der THM stattfindet; Theorie und Praxis sind eng verzahnt. Die Studierenden sind bei Unternehmen angestellt, die ihnen auch während der Theoriephasen ein Gehalt zahlen; manche Firmen übernehmen außerdem noch den Semesterbeitrag, den jeder Studierende in Hessen zahlen muss.

Das Angebot in Bad Vilbel kommt an. Begonnen hat das Studium Plus in der Quellenstadt vor drei Jahren mit gerade mal 15 Studierenden. In diesem Wintersemester werden nach Angaben der Hochschule insgesamt 106 junge Frauen und Männer an dem Minicampus den Dozenten zuhören. Und es könnten mittelfristig sogar noch mehr werden.

Die Hochschule rechnet damit, dass es in drei Jahren etwa 200 Studierende in Bad Vilbel geben wird. Die Räume, die die THM vom Berufsförderungswerk Frankfurt an der Huizener Straße gemietet hat, würden dann nicht mehr ausreichen. In diesem Fall werde man „bedarfsorientiert auch in der Fläche wachsen“, äußerte eine Sprecherin der Hochschule.

„Mit über 100 Studierenden und mehr als 40 Partnerunternehmen erreicht der Campus nur drei Jahre nach der Eröffnung eine beachtliche Größe“, äußerte der Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium an der THM, Harald Danne, am Donnerstag. Mit den Bachelor-Studiengängen Softwaretechnologie, Bauingenieurwesen, Logistikmanagement und Wirtschaftsinformatik orientiere man sich eng an den Zukunftsthemen, die die Unternehmen in der Region beschäftigten.

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